17.03.2018

Schalke-Noten

Starke halbe Stunde von Breel Embolo

Foto: firo

Der FC Schalke 04 hat mit dem 1:0-Sieg in Wolfsburg den fünften Dreier in Serie eingefahren. Der Tedesco-Mannschaft genügte eine durchschnittliche Leistung.

Die Einzelkritik im Überblick

Ralf Fährmann (2,5): Zeigte sich wieder einmal als Elfmeter-Töter, als er den Strafstoß von Paul Verhaegh souverän abwehrte (76.) - sein elfter gehaltener Elfmeter in der Bundesliga. Ungewohnte Schwächen legte er nur bei hohen Flanken gegen Didavi (25.), und zweimal Arnold (31., 56.) an den Tag.

Benjamin Stambouli (4): Weil Thilo Kehrer nach seiner Augenverletzung nicht dabei war, übernahm der Franzose wieder den Platz hinten rechts. Spielte schnörkellos unauffällig.

Naldo (2,5): Er fischte wieder fast alles ab, was in den Strafraum flog - ob mit dem Kopf oder mit dem langen Bein.

Matija Nastasic (3): Verursachte den Elfmeter, weil er Bazoer leicht an der Hacke traf - diese Berührung nahm der Wolfsburger dankend an. In Halbzeit eins hatte Nastasic die beste Schalker Chance, als Casteels seinen Schuss mit einem Reflex zur Ecke abwehrte (42.).

Daniel Caligiuri (4): Hatte an seiner ehemaligen Wirkungsstätte nicht seinen besten Tag, der Vorwärtsgang auf der rechten Seite schien etwas eingefroren.

Max Meyer (4): Die brillanten Spiele auf der Sechs liefert er im Moment nicht ab. Es gab einige Missverständnisse im Passspiel und in Halbzeit eins ließ er einen Torschuss von Arnold zu.

Nabil Bentaleb (3,5): Defensiv machte er es sehr ordentlich, schloss die Lücken und hielt sich diszipliniert an seine Aufgabe. Im Spiel nach vorne kam wenig, aber das war vielleicht auch nicht sein Job an diesem Tag.

Bastian Oczipka (3,5): Hatte viele Freiräume auf der linken Seite vor sich, die er aber zu selten nutze - der Linksfuß kam kaum bis zur Grundlinie durch und schlug seine Flanken vornehmlich aus dem Halbfeld.

Leon Goretzka (3,5): Agierte als Zehner hinter den beiden Spitzen, konnte dem Spiel aber keine Linie geben. Immerhin: Die Chance durch Nastasic (42.) leitete er ein.

Guido Burgstaller (4,5): In der ersten halben Stunde hatte der Mittelstürmer weniger Ballaktionen als Torwart Fährmann - das war bezeichnend. Beste Szene war ein Zuspiel auf Embolo, ansonsten war er weitgehend abgemeldet.

Amine Harit (4): Kehrte nach fünf Spielen Startelf-Pause zurück, zeigte viel Einsatz, aber wenig Durchsetzungsvermögen. Ausnahme: In der 35. Minute ließ er Bruma stehen, doch Burgstaller konnte Harits Rückpass nicht nutzen.

Breel Embolo (2 - ab 60.): Das Eigentor von Knoche (86.) ging auf sein Konto, weil Embolo erst Didavi tunnelte und den Ball dann vors Tor brachte. Embolo wurde für Harit eingewechselt, war sofort präsent und hatte noch eine Chance, die Casteels zunichte machte.

Pablo Insua (keine Note - ab 64.): Der Spanier gab nach langer Krankheit sein Bundesliga-Debüt. Hatte Glück, dass er bei einem Foul nicht die Rote Karte sah.

Franco Di Santo (keine Note - ab 80.): Löste Burgstaller ab.

Autor: Manfred Hendriock

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