17.03.2018

Nach Remis in Köln

Britscho adelt Wuppertaler Anhang

Foto: Stefan Rittershaus

Abgesehen vom Pyro-Chaos sorgten die Wuppertaler Fans für eine gefühlte Heimspielatmosphäre in Köln. Den Trainer freute es.

Das Stadion am Zoo und den Sportpark Höhenberg trennen exakt 45 Autokilometer. In der Wuppertaler Heimspielstätte blieb es am Freitagabend ruhig, dafür sorgten die Fans des WSV im Stadion von Viktoria Köln für mächtig Furore. Was mit dem unschönen Verbrennen von Feuerwerkskörpern begonnen hatte, wurde mit friedlichen und begeisternden Fangesängen über die 90-minütige Spielzeit fortgesetzt.

Wer mit einem euphorischen Heimpublikum rechnete, sah sich getäuscht. Trotz der Tabellenführung und eines starken Gegners aus Wuppertal fanden lediglich 1.183 Zuschauer den Weg in den Kölner Sportpark. Und: Den Großteil der Fans stellte nicht der Gastgeber, sondern der zuletzt in Rödinghausen erfolgreiche Wuppertaler SV. Dass der Gästeblock gut gefüllt sein würde, damit schien im Vorfeld zu rechnen. Dass der WSV-Anhang jedoch auch die halbe Haupttribüne für sich beanspruchte und die Mannschaft auch von dort aus lautstark nach vorne peitschte, machte diese Partie zu etwas ganz Besonderem. Kurzum: Christian Britschos Schützlinge konnten fernab der Schwebebahn ein gefühltes Heimspiel austragen.

Man hat gemerkt, dass es die Mannschaft immer und immer wieder gepusht hat.
Christian Britscho

Der Support des Wuppertaler Publikums wirkte elektrisierend, belebte das bärenstarke Angriffsspiel der Gäste. Trotz eines frühen 0:1-Rückstandes gelang dem WSV in einer höchst ansehnlichen Partie der verdiente Ausgleich. Auch Gästetrainer Christian Britscho zeigte sich von der erstklassigen Unterstützung von den Rängen begeistert: "Das tat gut. Man hat gemerkt, dass es die Mannschaft immer und immer wieder gepusht hat."

Zum Abschluss holte der Trainer noch einmal weiter aus und machte die Fans gar mitverantwortlich für den Achtungserfolg beim unangefochtenen Tabellenführer. Britscho: "Das war der Faktor, der uns über die 90 Minuten mitgetragen hat." Seine Mannschaft dankte es dem WSV-Anhang nach der Partie und jubelte gemeinsam mit den Fans in der Kurve. Mit einer derartigen Symbiose aus Spielern und Fans ist für den Wuppertaler SV in dieser Saison noch so einiges möglich. Ganz gleich, ob im Stadion am Zoo oder anderswo.

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