16.03.2018

Kommentar

Löw verpasst BVB-Star Mario Götze einen Denkzettel

Foto: Firo

Bundestrainer Joachim Löw hat zum Start ins WM-Jahr auf die beiden BVB-Stars Marco Reus und Mario Götze verzichtet. Letzterer muss sich hinterfragen. Ein Kommentar.

BVB-Fans hatten durchaus Anlass zu Wehmut, als Bundestrainer Joachim Löw sein Aufgebot für die anstehenden Testspiel bekannt gab: Mit Mats Hummels, Ilkay Gündogan und Matthias Ginter waren gleich drei frühere Borussen dabei. Aus dem aktuellen Kader hingegen kein einziger.

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Dafür gibt es gute Gründe: Marco Reus hat nach achtmonatiger Verletzungspause viele Spiele in kurzer Folge bestritten. Er kann eine Pause gut vertragen – zudem er nun auch Probleme an den Adduktoren hat. Genau so hat Löw das Fehlen des fußballerisch über alle Zweifel erhabenen Angreifers auch begründet.

Zu Mario Götze äußerte Löw sich nicht explizit. Doch der Mittelfeldspieler darf sich angesprochen fühlen, wenn der Bundestrainer das Leistungsprinzip betont: „Für uns stehen Erfolg und Leistung über allem, wir wollen sehen und spüren, dass die Spieler diesen Zielen alles unterordnen und dafür alles geben.“

In der Vergangenheit hat Löw oft lange an Spielern festgehalten, die ihm schon einmal gute Dienste erwiesen hatten, auch wenn aktuelle Argumente dafür fehlten. Zuletzt hat er aber oft betont, dass es diesen Treuebonus so nicht mehr geben wird. Götze, der die deutsche Nationalmannschaft 2014 noch zum WM-Titel schoss, ist nun eines der ersten prominenten Opfer.

Autor: Sebastian Weßling

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