14.03.2018

Wiemelhausen

Pokalsieg von schwerem Unfall überschattet

Foto: Tim Müller

Der 3:1-Erfolg von Wiemelhausen im Kreispokal in Hattingen bedeutet den Einzug ins Halbfinale. Der Pokalsieg wurde aber von einem schwerem Verkehrsunfall überschattet.

Nach zwei Niederlagen in der Liga hat Wiemelhausen im Kreispokal-Viertelfinale wieder etwas Selbstvertrauen gesammelt. Beim Bezirksligisten TuS Hattingen wachte der Westfalenligist jedoch erst nach einem Gegentor auf und drehte anschließend das Spiel mit einer starken Offensivleistung. „In der zweiten Hälfte hatten wir ein richtiges Power-Play. Insgesamt haben wir uns aber nicht mit Ruhm bekleckert“, sagte Trainer Jürgen Heipertz.

Nach Rückstand Powerplay
Wiemelhausen ließ die Hattinger zu Beginn der Partie zu sehr gewähren. Die Gastgeber nutzten die Räume. Einmal hatte die Concordia noch Glück, dann brachte Moritz Zöllner Hattingen in Führung (28.). „In der Abwehr standen wir nicht gut. Aber immerhin haben wir nach dem Gegentreffer besser Fußball gespielt und auch Druck ausgeübt. Es war wichtig, dass wir sofort zurückkommen“, meinte Heipertz. Noch vor dem Seitenwechsel sorgte Christopher Schmidt per direktem Freistoß für den Ausgleich.

In der zweiten Halbzeit steigerten sich die Wiemelhauser weiter, erarbeiteten sich Möglichkeiten und drängten Hattingen in die Defensive. Nach Großchancen von Ilias Adinda und Nick Träptau belohnte Kenneth Neumman mit einem Fernschuss aus 25 Metern die Offensivbemühungen seiner Mannschaft (51.). Wenig später musste Neumann mit einem Bänderriss ausgewechselt werden, ebenso wie zur Halbzeit Dennis Gumpert (Oberschenkelverletzung). „Die Gangart des Gegners war unschön“, kritisierte Heipertz, dessen Team sich aber auch vom Kampf der Hattinger nicht aus der Bahn werfen ließ. Kurz vor Schluss machte Tom Franke mit dem 3:1 den Deckel drauf.

Überschattet wurde der Pokalerfolg allerdings von einem schweren Unglück, das sich vor der Partie ereignet hatte. Drei Vorstandsmitglieder und ein Elternpaar waren in einen Autounfall mit einem Rotfahrer geraten, zwei Personen sind schwerverletzt und mussten noch in der Nacht notoperiert werden.

„Wenn wir davon gewusst hätten, wären wir nicht angetreten. Wir sind restlos geschockt, das überschattet einfach alles. In solchen Momenten ist Fußball auch ganz unwichtig. Wir sind als Mannschaft in Gedanken bei den verletzten Personen“, so Heipertz.

Autor: Felix Kannengießer

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