12.03.2018

Uerdingen

Marode Grotenburg - Umzug zum MSV eine Idee

Foto: firo

In der Liga steckt der KFC Uerdingen in einer kleinen Krise. Sollte die Meisterschaft noch erreicht werden, könnte ein Umzug in das Stadion des MSV Duisburg anstehen.

Das berichtet die "WZ". Denn das Stadion in Krefeld ist marode und muss grundlegend saniert werden. Am Mittwoch sollen die Mitglieder des Finanzausschusses darüber entscheiden, in welchem Umfang die Grotenburg saniert wird. Laut der "WZ" müssen 8,7 Millionen Euro aufgebracht werden, um das Stadion entsprechend den DFB-Auflagen zu modernisieren.

Gelingt der Aufstieg nicht, müssen dem Bericht nach auch knapp zwei Millionen Euro in die Hand genommen werden, damit der Spielbetrieb fortgesetzt werden kann.

„Es ist einfach zu viele Jahre zu wenig an der Grotenburg getan worden. Diesen Sanierungsstau müssen wir jetzt auflösen“, erklärt Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer gegenüber der "WZ". Meyer plädiert demnach für die Erneuerung des Stadions.

Doch bis es soweit ist, muss der KFC vorbereitet sein. Sei es in einer möglichen Relegation um den Drittliga-Aufstieg oder bei einem Aufstieg in der 3. Liga. Daher soll Uerdingens Präsident Mikhail Ponomarev sich mit einem Umzug in das Stadion des MSV Duisburg beschäftigen. Ponomarev soll sich darüber mit MSV-Geschäftsführer Peter Monhaupt ausgetauscht haben. Dem Kicker bestätigte der MSV diese Gespräche. Für den KFC würde das Sinn machen, zumindest vorübergehend. Denn Duisburg liegt nur 20 Kilometer entfernt von Krefeld. Und in Uerdingen dürfen derzeit nur rund 13.000 Zuschauer ins Stadion.

Gegenüber RS erklärte Uerdingens Geschäftsführer Nikolas Weinhart: "Wir planen für die Zukunft mit dem Grotenburg-Stadion. Egal in welcher Liga. Wir befinden uns in einem guten Austausch mit der Stadt. Alles andere ist viel Gerede und wenig Inhalt."

Doch um die Relegationsspiele und die 3. Liga zu erreichen, muss Uerdingen in der Liga schnell wieder in die Spur finden. Die erste Möglichkeit besteht schon am Dienstag, dann reist der KFC nach Essen. Die Ausgangslage ist klar, Uerdingen darf sich keinen Punktverlust leisten, soll der Abstand zu Viktoria Köln nicht größer werden. Aktuell steht Köln einen Punkt vor dem Aufsteiger, hat zudem ein Spiel weniger ausgetragen.

Autor: Christian Brausch

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