24.02.2018

MSV Duisburg

So erklärt Flekken seinen kuriosen Patzer

Foto: Screenshot Sky

Mark Flekken verpennte gegen Ingolstadt ein Gegentor, weil er trinken wollte. Nach dem Spiel konnte der MSV-Schlussmann über seine Panne lachen.

Mark Flekken nahm eine der wohl kuriosesten Szenen der Zweitliga-Geschichte mit Humor. „Ich glaube, ich stelle nie wieder eine Trinkflasche in mein Tor“, witzelte der Torwart des MSV Duisburg nach dem 2:1-Sieg gegen den FC Ingolstadt. Der 24 Jahre alte Niederländer war in der Partie zum Protagonisten geworden. Natürlich auch, weil er mit einem parierten Foulelfmeter einen frühen Duisburger Rückstand verhinderte (12.). Vor allem aber, weil er anschließend einen Gegentreffer kassierte, der skurriler hätte kaum ausfallen können. Flekken trank noch aus seiner Flasche, während Innenverteidiger Gerrit Nauber den Ball in seine Richtung köpfte. Ingolstadts Stefan Kutschke nutzte die Unachtsamkeit zum zwischenzeitlichen 1:1 (18.).

Es hatte seinen Grund, dass Flekken in der Szene Nauber den Rücken zuwandte. Enis Hajri hatte auf der Gegenseite das vermeintliche 2:0 nach einem Eckstoß von Moritz Stoppelkamp geköpft. Die MSV-Profis jubelten, die Stadionregie spielte den Zebra-Twist - wie üblich nach einem Tor bei einem Heimspiel. Linienrichter Tim Skorczyk hob allerdings die Fahne, weil er Stanislav Iljutcenko am zweiten Pfosten im Abseits gesehen hatte. Schiedsrichter Johann Pfeifer aus Heusenstamm erkannte den Treffer nicht an. Das Gespann traf damit eine klare Fehlentscheidung, weil bei Hajris Tor keine Abseitsposition von Iljutcenko zu erkennen war. Das Tor hätte also zählen müssen.

Flekken: "Habe gebetet, als Borys zum Elfmeter angelaufen ist"

Dachte auch Flekken, der später erklärte: „Ich habe gesehen, dass die Jungs in die Ecke reinlaufen, aber nicht auf den Linienrichter geachtet und nicht den Pfiff des Schiedsrichters gehört. Ich habe in diesem Moment gar keinen an meinem Fünfer erwartet. Ich dachte, der Gegner hat gleich Anstoß und fertig.“ Den Anstoß musste dann allerdings nicht Ingolstadt ausführen, sondern Duisburg.

Flekken durfte nachher aufatmen, weil Borys Tashchy in der 66. Minute keine Nerven zeigte. „Ich habe gebetet, als Borys zum Elfmeter angelaufen ist. Aber er verwandelte ihn gut.“ Der Stürmer sicherte seiner Mannschaft den Sieg in einem Spiel, an das sich Flekken selbst wohl noch sehr lange Zeit erinnern wird. Der Torhüter rechnet damit, dass der Gegentreffer noch eine ganze Weile Thema in der Mannschaft sein wird: „Es ist klar, dass die Jungs mich in den nächsten Wochen daran aufziehen werden.“

Autor: Nils Balke

Kommentieren

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken