24.02.2018

VfL Bochum

Gegen den Spitzenreiter mit dem Rücken zur Wand

Foto: Firo

Der VfL Bochum trifft am Sonntag (13:30 Uhr, Sky) auf den Tabellenführer 1. FC Nürnberg. Es ist das erste Heimspiel des neuen Trainers Robin Dutt.

Ein lockerer Aufgalopp dürfte bei seinem Debüt an der Castroper Straße wohl nicht auf Robin Dutt warten. Der neue Trainer des Fußball-Zweitligisten VfL Bochum muss sich in seinem ersten Heimspiel in Diensten der Blau-Weißen mit dem Team der Stunde der 2. Bundesliga auseinandersetzen. Zu Gast ist der Spitzenreiter 1. FC Nürnberg. Seit zehn Spielen ist der Club ungeschlagen, am vergangenen Sonntag gab es einen 3:1-Erfolg gegen den MSV Duisburg. Dutt weiß, dass seine Mannschaft in das höchste Regal greifen muss: "Wir benötigen eine gute Performance und müssen eine richtig gute Mentalität an den Tag legen. Nur kämpfen reicht aber nicht, das Fußballerische darf nicht fehlen. Da brauchen wir die richtige Mischung", betont der 53-Jährige.

Vor dem Duell der beiden Traditionsvereine stehen Dutt und seine Mannschaft mit dem Rücken zur Wand. Die unglückliche Niederlage bei seiner VfL-Premiere in Heidenheim (0:1) hat die Abstiegssorgen der Bochumer vergrößert. Nur zwei Punkte beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz. Der VfL muss liefern, doch der Spielplan beschert der Dutt-Elf in den nächsten Wochen einige dicke Brocken. Nürnberg (H), Ingolstadt (A), Kiel (H), Sandhausen (A), Braunschweig (H) und Düsseldorf (A) sind die nächsten Gegner. "Es wird ein Kampf über die nächsten Wochen", unterstreicht Innenverteidiger Patrick Fabian. Der Pleite in Heidenheim trauert er nicht mehr hinterher: "Diese Niederlage tat weh, aber selbst mit einem Sieg hätten wir nicht durchatmen können. Nun kommt ein dicker Brocken auf uns zu. Aber wir spielen zuhause und in der 2. Liga geht es ohnehin sehr eng zu."

Das große Manko der Bochumer ist weiterhin der Torabschluss. Nur einen Treffer erzielte der VfL in den letzten fünf Begegnungen. Auch im ersten Spiel unter Dutt blieb die Mannschaft trotz ordentlicher Leistung ohne eigenen Treffer. Rechtsverteidiger Stefano Celozzi merkt an, dass die B-Note im Abstiegskampf keine Rolle spielt: "Gute Leistungen bringen in dieser Situation nichts. Es geht um Resultate, die müssen wir nun liefern", sagt der 29-Jährige.

Vor dem Duell mit den formstarken Nürnbergern bangt der VfL um die Einsätze von Jan Gyamerah und Lukas Hinterseer. Beiden macht ein Magen-Darm-Virus zu schaffen. "Wir müssen schauen, ob es für Sonntag reicht. Auch bei Tim Hoogland ist noch Vorsicht geboten", berichtet Dutt.

Autor: Martin Herms

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