23.02.2018

Wattenscheid 09 - BVB II

Nur 385 Zuschauer in der Lohrheide

Foto: Thorsten Tillmann

Lediglich 385 Zuschauer haben das 2:4 (0:2) zwischen Wattenscheid 09 und dem BVB II im Lohrheidestadion verfolgt - aus zwei Gründen.

Die Vorzeichen hätten vielversprechender kaum sein können. Auf der einen Seite das Heimteam, das seit fünf Ligaspielen nicht mehr verloren hat und zuletzt ein 3:3-Remis gegen den derzeitigen Tabellenführer KFC Uerdingen einfahren konnte. Auf der anderen Seite der BVB. Die Zweitvertretung eines Europa-League-Teilnehmers, die zuletzt drei Zu-Null-Siege in Serie einfahren konnte und in der Regionalliga West bis dato verdient auf dem vierten Tabellenplatz steht.

Ungünstige Terminierung

Und tatsächlich hielt das Spiel, was es im Vorfeld versprach: Mit insgesamt sechs Treffern, einem Elfmeter, drei Gelben und einer Roten Karte sowie einem Premieren-Torschützen wurde den vor Ort anwesenden Fans ein ordentliches Spektakel mit jeder Menge Offensivfußball geliefert. Ein Spektakel, das vor einer für den Rahmen eher unwürdigen Kulisse ausgetragen werden musste. Denn: Nur 385 Fans haben den Weg ins Wattenscheider Stadion gefunden.

An dem attraktiven Spielstil der Teams, an der Spielpaarung oder am Lauf beider Mannschaften soll es wohl nicht gelegen haben. Doch wo liegen die wahren Gründe für das Ausbleiben hunderter weiterer Fans? Zum einen im Wetter: Bei eisigen Temperaturen um den Gefrierpunkt muss man allen Leuten ein Kompliment aussprechen, die sich dieses Highlight nicht entgehen lassen wollten - so der allgemeine Tenor.

Der zweite und wohl weitaus gravierende Grund liegt in der aus Dortmunder Sicht ungünstigen Terminierung der Partie. Denn während die Amateure noch gut 15 Minuten Spielzeit vor sich hatten, wurde die Partie der Profis bei Atlanta Bergamo bereits angepfiffen. Was zu beobachten war: Schon frühzeitig verließen mehrere Dutzend Zuschauer das Lohrheidestadion - wohl auch deswegen.

BVB-Trainer Jan Siewert bedauerte die generell recht überschaubare Kulisse beim 4:2-Sieg seiner Mannschaft über eine mutig agierende Wattenscheider Elf. Er sagte, dass man mit der Parallelansetzung leider leben müsse. Abschließend fügte er hinzu: "Dieses Spiel hätte mehr Zuschauer verdient gehabt." Auch da dürfte der allgemeine Tenor nicht anders klingen.

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