20.02.2018

Watzke über Montagsspiel

"Akzeptieren jeden friedlichen Protest"

Foto: firo

Am kommenden Montag empfängt der BVB den FC Augsburg. Es könnte zu Fanprotesten kommen – Geschäftsführer Watzke erwartet aber keine gravierenden Probleme.

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat vor dem Heimspiel gegen den FC Augsburg am Montag (20.30 Uhr/Eurosport Player) keine Sorge, dass Fanproteste aus dem Ruder laufen könnten. „Wir akzeptieren jede Meinung und jeden Protest, solange alles in friedlichem Rahmen verläuft“, sagte Watzke am Rande einer Veranstaltung beim BVB-Freundeskreis Hohenlimburg. „Es gibt natürlich gewisse Grenzen, die alle einhalten müssen, und ich gehe davon aus, dass das auch so passiert, ergänzte der BVB-Boss. „Aber gegen demokratische Meinungsäußerungen haben wir nichts.“

Rein sportlich helfe die Terminierung dem BVB derzeit sogar, nachdem man erst am Donnerstag in der Europa League gegen Atalanta Bergamo angetreten sei. Bis 2021 sind in den milliardenschweren TV-Verträgen pro Saison fünf Montags-Partien für die Bundesliga verankert, um die Europa-League-Starter zu entlasten. Unter den Fans allerdings gibt es scharfe Kritik an diesem Spieltermin. Beim ersten Montagsspiel dieser Saison zwischen Eintracht Frankfurt und RB Leipzig (2:1) hatten Fans der Eintracht vor Spielbeginn im Stadion-Innenraum protestiert und vor dem Anpfiff der zweiten Halbzeit Tennisbälle aufs Spielfeld geworfen – zwar nicht mit Genehmigung, aber doch mit Duldung des Klubs, der so eine Eskalation der Proteste verhindern wollte. Die aktive Dortmunder Fanszene hat angekündigt, die Partie gegen Augsburg boykottieren zu wollen.

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Auch unter den Klubbossen mehren sich die kritischen Stimmen. „Wir werden uns einbringen in die Diskussion, ob es ab 2021 weiter Montagsspiele geben wird“, sagte Watzke. Der 58-Jährige hatte zuletzt mehrfach erkennen lassen, dass er sich dann eher gegen den bei den Fans so ungeliebten Termin stellen und auf Geld verzichten würde. „Wir haben aber gleichzeitig als Liga Verpflichtungen und dazu stehen wir auch“, meinte der BVB-Boss.

Autor: Sebastian Weßling

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