21.02.2018

Trainersuche

RWE arbeitet mit "Hochdruck an Top-Lösung"

Foto: Michael Gohl

Regionalligist Rot-Weiss Essen ist weiter auf der Suche nach einem neuen Trainer. Ein Kurzinterview mit dem RWE-Vorsitzenden Marcus Uhlig.

Nach der Absage von Trainer Joe Enochs sprach diese Redaktion mit dem RWE-Vorsitzenden Marcus Uhlig über die Hintergründe und den Verlauf der Trainersuche.

Herr Uhlig, mit Joe Enochs hat einer Ihrer Wunschkandidaten für RWE abgesagt, wie traurig sind Sie darüber?
Die Geschichte ist medial nicht korrekt wiedergegeben worden. Wir haben aus über 80 Ideen die drei interessantesten Kandidaten herausgefiltert, Joe war einer davon. Es waren gute Gespräche, sehr gute sogar. Aber wir wussten auch frühzeitig, dass er andere Optionen hatte und sich mit ihnen auch beschäftigt. Und: Zu dem Zeitpunkt, als er uns abgesagt hat, war es so, dass er vertraglich noch gebunden war, und wir noch lange nicht soweit waren, dass er ein unterschriftsreifes Angebot von uns vorliegen hatte.

Haben die RWE-Verantwortlichen zu lange mit der Entscheidung gewartet?
Auf gar keinen Fall! Der möglicherweise entstandene Eindruck, dass wir mit der Trainersuche jetzt wieder von vorne anfangen müssen, ist definitiv falsch. Wir haben die Aufgabe, den passenden Trainer für RWE zu finden. Und hier gilt: Qualität geht vor Geschwindigkeit. Gleichwohl arbeiten wir unter Hochdruck an einer Top-Lösung!

Wie läuft dabei die Zusammenarbeit mit Jürgen Lucas?
Jürgen und ich arbeiten sehr vertrauensvoll und hoch professionell zusammen. Ich schätze Jürgen total. Wenn ich so manche Resonanzen, insbesondere in den Foren oder sozialen Medien lese, dann ärgert mich das maßlos. Jürgen zerreißt sich für den Verein, er lebt RWE mit jeder Faser und hat eine hohe Fachkompetenz. Dazu kommt, dass er die ersten acht, neun, zehn Stunden eines Arbeitstages in seinem Hauptjob tätig ist. Deshalb müssen und werden wir einen Weg finden, Jürgen noch besser zu unterstützen.

Wie nehmen Sie die Stimmungslage beim aktuellen Trainer im Umfeld wahr?
Erst einmal: Respekt an unsere Zuschauer! Die Atmosphäre am Freitag war mehr als ordentlich. Ich hoffe, dass die erste, vielleicht auch verständliche Enttäuschung nach Agis Entscheidung pro Aalen inzwischen etwas abgeklungen ist. Wir waren anfangs auch enttäuscht. Aber: Agi arbeitet hoch professionell weiter. Kleines Beispiel: Er hat in der Nacht nach Bonn quasi nicht geschlafen, sondern sich das Spiel mehrfach angeschaut und rauf und runter analysiert. Agi ist ein sehr guter und fleißiger Trainer. Und: Er ist aktuell unser Trainer! Deshalb lassen wir uns von außen nicht unnötig unter Druck setzen. Ich wünsche mir, dass wir in dieser Konstellation schnell wieder in die Erfolgsspur zurückkehren.

Autor: Ralf Wilhelm

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