17.02.2018

Bayern

Wieder Ärger um Ribery: "Er hat immer wieder Glück"

Foto: Firo

Bayern-Star Franck Ribery (34) hat seinem Ruf als Hitzkopf mal wieder alle Ehre gemacht. In Wolfsburg leistete er sich eine Tätlichkeit und sah nur die Gelbe Karte.

In der 36. Minute des Bundesligaspiels beim VfL Wolfsburg ließ sich Bayerns Flügelstürmer zu einem deutlich erkennbaren Schlag in das Gesicht seines Gegenspielers Renato Steffen hinreißen. Dieser hatte versucht einen Bayern-Konter zu unterbinden und ließ Ribery hinterher. Schiedsrichter Sascha Stegemann bemühte den Videobeweis und entschied auf Gelb. Der Franzose blieb bis zu seiner Auswechslung in der 66. Minute auf dem Platz und wurde beim Gang in die Kabine von den Wolfsburg-Fans ausgepfiffen.

Nach Meinung von Sky-Experte Lothar Matthäus hätte der Unparteiische in dieser Situation Ribery des Feldes verweisen müssen. "Er hat immer wieder Glück bei solchen Situationen. Ribery hätte dafür Rot sehen können", erklärte der Rekordnationalspieler während seiner Halbzeit-Analyse.

Der 34-Jährige gilt in der Bundesliga als Wiederholungstäter. Schon häufiger hat er sich zu Tätlichkeiten hinreißen lassen, die jedoch oftmals nicht mit der Roten Karte bestraft wurden. Alleine in den Duellen gegen Borussia Dortmund war das dreimal der Fall. Im Supercup 2016 verpasste Ribery BVB-Youngster Felix Passlack einen Schlag ins Gesicht und sah dafür nur Gelb.

Wenige Wochen zuvor griff er Dortmunds Mittelfeldspieler Gonzalo Castro im DFB-Pokalfinale mit den Fingern ins Auge. Schiedsrichter Bastian Dankert stand direkt daneben, entschied aber nur auf Gelb. Eine klare Fehlentscheidung nach Ansicht der Dortmunder.

Unvergessen aus BVB-Sicht bleibt das Champions-League-Finale 2013, als er den damaligen Dortmunder Robert Lewandowski in der ersten Halbzeit mit dem Ellbogen im Gesicht traf. Auch in London kam er um einen Platzverweis herum.

Für seine jüngste Entgleisung in Wolfsburg erntete Ribery im Internet reichlich Kritik und Spott. Einige Twitter-Einträge dazu gibt es hier:

Autor: Martin Herms

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