28.01.2018

Halle Essen

Burgaltendorf gelingt Historisches

Foto: Michael Gohl

Landesligist SV Burgaltendorf hat bei den Essener Hallenstadtmeisterschaften als erstes Team den Titel verteidigen können. Im Finale siegte der SVB gegen den FC Kray.

„Das ist ein wahnsinnig gutes Gefühl, hier zu gewinnen. Für mich ist es das erste Mal, aber für die Spieler ist es die Titelverteidigung, das ist unglaublich“, freute sich der Trainer des SV Burgaltendorf, Philip Kruppe. Am Vortag hatte der SVB in der Endrunde zwar noch ein paar Probleme, aber davon war in der Finalrunde nichts mehr zu sehen.

„Ich bin Trainer einer überragenden Mannschaft. Wir haben uns verbessert und auch verdient gewonnen“, sagte Kruppe mit einem Lächeln. Der Landesligist gewann alle drei Gruppenspiele und zog mit einem Torverhältnis von 14:3 als erste Mannschaft in das Finale ein.

Der Gegner des Titelverteidigers stand erst nach dem letzten Gruppenspiel fest. Der FC Kray konnte zwei von drei Spielen gewinnen und musste somit auf Schützenhilfe vom FC Blau-Gelb Überruhr im Spiel gegen den ESC Rellinghausen hoffen. Mit einem Sieg wäre der ESC ins Finale eingezogen, aber die Blau-Gelben spielten stark auf und gewannen die Partie, zur Freude des FC Kray und deren Trainer Muhammet Isiktas, mit 4:3.

"Na klar war ich in der Partie ein bisschen Fan von Blau-Gelb Überruhr, aber ich denke, wir sind verdient ins Finale eingezogen" freute sich Isiktas über den Einzug in das entscheidende Spiel.

"In der Finalrunde muss alles passen, wenn du gewinnen willst und das war bei uns definitiv nicht der Fall."
Sascha Fischer (Trainer DJK Sportfreunde Katernberg)

Bevor es aber zum "großen Finale" kam, wurden noch die Plätze acht bis drei ausgespielt. Etwas enttäuschend verlief der Tag für Sascha Fischer, Trainer der DJK Sportfreunde Katernberg. Fischer hatte am Vortag den Kampf um den Titel ausgerufen und wollte den Pokal gewinnen. Am Ende reichte es nur zu Platz acht. "In der Finalrunde muss alles passen, wenn du gewinnen willst und das war bei uns definitiv nicht der Fall. Aber ich bin nicht sauer, sondern froh, dass wir es bis hierhin geschafft haben", bilanzierte der Trainer des A-Ligisten.

Auf dem siebten Platz landete der FSV Kettwig, der auch noch einen Fair-Play Preis erhielt. Der ESC Rellinghausen scheiterte denkbar knapp am Finaleinzug und musste sich sogar mit dem sechsten Platz begnügen, weil es gegen Frohnhausen nicht zum Sieg reichte. "Ich bin richtig stolz auf meine Mannschaft, dass wir soweit gekommen sind. Ein bis zwei Plätze weiter oben wären aber noch drin gewesen", erklärte Issam Said, Trainer der Frohnhauser Löwen.

Mit auf das Treppchen schaffte es Bezirksligist BG Überruhr durch einen Sieg gegen TuS 84/10 Bergeborbeck.

Spielerisch starkes Finale

Im Finale schenkten sich die Landesliga-Rivalen nichts und kämpften um jeden Meter. Burgaltendorf kam nach zweimaligen Rückstand wieder in die Partie und schaffte im Neunmeterschießen (7:5) die historische Titelverteidigung.

"Wir haben ein gutes Finale gespielt und im Neun-Meter-Schießen verloren. Das ist immer eine 50/50 Chance", bilanzierte Isiktas die Final-Niederlage. "Das war ein faires und spielerisch tolles Finale bei einem klasse Wettbewerb. Burgaltendorf hat mit der Titelverteidigung die Sensation geschafft", freute sich Ausrichter Günther Oberholz.

Autor: Simon Röse

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