13.01.2018

Nach 13 Spielen ohne Niederlage

Leipzig beendet Schalker Serie

Foto: firo

Nach 13 ungeschlagenen Pflichtspielen hat es Schalke 04 wieder erwischt. Das Rückrunden-Auftaktspiel bei RB Leipzig verloren die Königsblauen vor 42558 Zuschauern 1:3 (0:1).

Schalkes Sportvorstand Christian Heidel hatte vor dem Spitzenspiel in der Messestadt gewarnt. „Die Jungs wissen alle: Das wird eine ganz, ganz schwierige Nummer. Wir müssen laufen, bis der Arzt kommt. So wie die Leipziger es auch tun.“ Schalke, das auf Leon Goretzka im 18er-Kader verzichtet und Leihgabe Marko Pjaca auf der Bank ließ, warf kämpferisch alles in die Waagschale, musste sich am Ende aber der Offensivpower der Gastgeber beugen.

Das Malocher-Team wirkte in einigen Phasen der ersten Halbzeit zielstrebiger und griffer als die Roten Bullen. Zur Halbzeit lag Schalke in der Statistik vorne. Torschüsse (6:4) und Ecken (4:2) sprachen für die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco, das Ergebnis sprach allerdings für Leipzig.

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Der vom englischen Spitzenklub umworbene Naby Keita traf in der 41. Minute zum 1:0 und hatte dabei reichlich Glück. S04-Schlussmann Ralf Fährmann war bereits auf dem Weg in die linke Ecke, aber der Ball wurde von Abwehrrecke Naldo so abgefälscht, dass er genau in der Mitte des Schalker Kastens einschlug.

Kurz zuvor hatte Fährmann noch die Siegerfaust nach oben gestreckt, als er einen Strafstoß von Leipzigs Jean-Kevin Augustin parierte (37). Benjamin Stambouli hatte Augustin zuvor am Fuß erwischt.
Die besten Schalker Gelegenheiten vergaben im ersten Abschnitt Guido Burgstaller, der RB-Torwart Peter Gulacsi zu einem starken Reflex zwang (8.), und Alessandro Schöpf. Sein Aufsetzer wurde von Gulacsi um den Pfosten gelenkt (28.).

Nach dem Seitenwechsel hatte Schalke zunächst Glück. Ein Knaller von Marcel Sabitzer wurde von Schalkes Daniel Caligiuri an die Latte abgefälscht (50.). Nach der anschließenden Ecke schoss der aufgerückte Bruma unbedrängt über das königsblaue Tor.
Nach einer Standardsituation kam Schalke zum Ausgleich. Flanke Daniel Caligiuri, Kopfball-Aufsetzer Naldo – 1:1 (56.). Naldo hatte sich offenbar in der Zeit vertan – normalerweise ist er der Mann für die späten Ausgleichstore.

Doch diesmal lief es trotz des Ausgleichtores nicht gut für Naldo. Nach einem missglückten Abspiel auf Amine Harit schaltete Leipzig blitzschnell und traf durch den eingewechselten Timo Werner zum 2:1 (69.). Keine 120 Sekunden später war Ralf Fährmann erneut geschlagen. Pass Werner, wuchtiger Schuss Bruma – 3:1. Von diesem Doppelschlag erholten sich die Tedesco-Schützlinge nicht mehr. Durch den Heimerfolg zog Leipzig in der Tabelle an Schalke vorbei auf Platz zwei. Die Königsblauen sind Dritter, können aber am Sonntag noch von Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach überholt werden.

Autor: Thomas Tartemann

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