14.01.2018

KFC-Hammer

So reagiert die Liga auf den Beister-Transfer

Foto: KFC Uerdingen

Der KFC Uerdingen hat am Samstag einen großen Transfercoup gelandet und Maximilian Beister (27) nach Krefeld gelockt. Wir haben bei der Liga-Konkurrenz nachgefragt, was diese von dem Transfer des ehemaligen Bundesligastürmers hält.

Stephan Küsters, Sportlicher Leiter des FC Viktoria Köln:
Da kann man nur Glückwunsch an den KFC Uerdingen sagen. Wenn Sie von diesem Spieler überzeugt sind, dann kann man dazu nur gratulieren. Wer jetzt denkt, dass wir nachlegen werden, den muss ich enttäuschen. Es wird mit Sicherheit kein Wettrüsten zwischen dem KFC und der Viktoria geben. Wir haben schon vor Wochen gesagt, dass wir mit unserem Kader zufrieden sind und nichts mehr machen werden. Mit Jungs wie Andre Wallenborn oder Sven Kreyer haben wir einige interne Neuzugänge, die lange verletzt waren."

Björn Mehnert, Trainer des SC Wiedenbrück:
Für mich kommt der Transfer nach den Aussagen der jüngsten Vergangenheit nicht überraschend. Wir werden sehen, was in Uerdingen und Köln noch bis zum 31. Januar passiert. Ich bin davon überzeugt, dass das nicht der letzte Transfer dieser Größenordnung bleibt.

Fuat Kilic, Trainer Alemannia Aachen:
Ich denke, dass der KFC Uerdingen mit diesem Transfer seine Ambitionen noch einmal klar untermauert. Es ist vollkommen legitim, wenn ein Verein seine finanziellen Möglichkeiten ausnutzt und investiert, um seine Ziele zu erreichen. Wenn du Geld hast, ist die Wahrscheinlichkeit höher, schneller aus dieser Liga rauszukommen. Wenn nicht, muss du einen anderen Weg gehen, wie wir es tun, der eine Entwicklung voraussetzt und in der Regel mehr Zeit braucht.

Manuel Bölstler, Sportvorstand Wuppertaler SV:
So ein Transfer wertet natürlich die Regionalliga West weiter auf und macht sie interessanter. Wenn ein Spieler im besten Fußballalter und so einer Vita in die Regionalliga geht, dann muss man wohl kaum einem mehr erklären, warum er das tut. Wenn ich so einen Transfer in Relation zu unseren Möglichkeiten sehe, dann liegen hier Welten zwischen.

Marcus Uhlig, erster Vorsitzender Rot-Weiss Essen:
Eigentlich müssen wir als RWE die Transfers anderer Klubs nicht kommentieren. Wir finanzieren uns rein aus dem operativen Geschäft, während es in Köln und Uerdingen reine Mäzene als Geldgeber gibt. Und deren Quellen scheinen Halbjahr für Halbjahr unerschöpflich zu sein.

Mike Terranova, Trainer Rot-Weiß Oberhausen:
Es ist erstaunlich, dass ein Spieler dieser Klasse, mit dieser Vita in die 4. Liga wechselt. Für mich ist das ein Qualitätsspieler, der den Unterschied machen kann. Er wird mit seinen 27 Jahren noch sehr hungrig sein. Glückwunsch an den KFC Uerdingen.

Jan Siewert, Trainer Borussia Dortmund II:
Ich kenne Maxi Beister noch aus der U21-Nationalmannschaft. Ein wenig bin ich über den Transfer zum KFC Uerdingen erstaunt. Denn Maxi hatte sich noch Mitte Oktober bei uns in Dortmund rund zehn Tage fit gehalten. Er sagte mir, dass sein Ziel das Ausland oder die 2. Bundesliga seien. Dass er dann in die Regionalliga wechselt, ist überraschend. Aber das zeigt einmal mehr die enorme Finanzkraft des KFC Uerdingen.

Farat Toku, Trainer und Sportlicher Leiter der SG Wattenscheid 09:
Glückwunsch an den KFC für den tollen Transfer. Wir freuen uns auf das Livespiel gegen Uerdingen. Die Beister-Verpflichtung ist eine Bereicherung für die ganze Regionalliga West.

Daniel Zillken, Trainer Bonner SC:
Das ist eine schöne Verstärkung. Aber man muss auch mal abwarten. Beister hat lange nicht gespielt und muss erst einmal in den Rhythmus finden. Dieser Transfer unterstreicht die Ambitionen des KFC. Ich glaube, dass Uerdingen bis zum 31. Januar nochmal zuschlagen wird.

Florian Schnorrenberg, Trainer und Sportlicher Leiter TuS Erndtebrück:
Das ist natürlich ein toller Transfer und zeigt einmal mehr die großen Möglichkeiten auf, die der KFC Uerdingen besitzt. Ich bin gespannt, wie Beister in Krefeld einschlagen wird.

Autor: Krystian Wozniak

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