11.01.2018

Köln

Vor Gladbach-Derby - Drei-Millionen-Talent zur U21

Foto: firo

Am Sonntag beginnt für den 1. FC Köln die Rückrunde. Ausgerechnet mit dem Derby gegen Gladbach. Es wird entweder der Beginn einer Aufholjagd oder der Beginn einer langen Abschiedstour.

Die Ausgangslage ist klar. Vor dem 18. Spieltag rechnet niemand mehr mit der Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck. Neun Punkte beträgt der Abstand auf den Relegationsplatz, elf Zähler sind es zum ersten Nichtabstiegsplatz.

Doch die Kölner geben noch nicht auf. Zumindest die personellen Vorzeichen haben sich vor dem Derby gegen Gladbach verbessert. Mussten im letzten Spiel vor dem Winter (0:1 im Pokal auf Schalke) mit Lukas Klünter und Milos Jojic zwei ungelernte Angreifer im Sturm spielen mussten, so hat Ruthenbeck nun wieder mehr Auswahl.

Ohne sechs Spieler gegen Gladbach

Auf einmal tummelten sich 30 Mann auf dem Trainingsplatz. Aus Stuttgart kam Angreifer Simon Terodde für drei Millionen Euro. Zudem sind mit Claudio Pizarro, Jonas Hector, Simon Zoller, Nikolas Nartey, Sehrou Guirassy und Yuya Osako sechs verletzte Spieler wieder einsatzbereit. Gegen Gladbach fehlen werden daher mit Dominic Maroh, Jhon Córdoba, João Queirós, Marcel Risse, Jannes Horn und Leonardo Bittencourt "nur" noch sechs Spieler. Zudem wurden die beide Talente Filip Kusic und Anas Ouahim vorerst wieder zur U21 der Kölner geschickt, die in der Regionalliga West gegen den Abstieg kämpft. Auch Sommerzugang Joao Queirós, der vor der Saison für drei Millionen Euro aus der U19 von Braga kam, soll bis zum Ende der Saison bei der U21 Spielpraxis sammeln. Das berichtet "geissblog.koeln".

Doch auch mit einem größeren Kader wird es für die Kölner fast unmöglich, den Klassenerhalt in der Bundesliga zu schaffen. Denn bisher sind keine weiteren Verstärkungen in Sicht, die aber notwendig erscheinen, wenn die Mannschaft die nötigen 26 bis 30 Punkte für ein Klassenerhalts-Wunder einfahren soll. Speziell auf der rechten Abwehrseite und den offensiven Außenbahnen scheint Köln noch nachlegen zu müssen.

Auf der anderen Seite könnte es auch noch Abgänge geben. Pawel Olkowski und Konstantin Rausch werden in diesen Tagen als Kandidaten für eine Leihe oder einen Verkauf genannt. Beide hoffen noch auf die WM-Teilnahme im Sommer in Russland, beide haben in Köln derzeit aber auch nicht die besten Karten. Olkowski wurde aufgrund der Situation in Köln auch seit Ende November nicht mehr in den Kader der polnischen Nationalmannschaft berufen.

Autor: Christian Brausch

Kommentieren

Mehr zum Thema

Mannschaften

Rubriken