A-Ligist verpasst die Sensation

07.01.2018

Halle Wuppertal

A-Ligist verpasst die Sensation

Foto: Stefan Loyda

Im Finale scheiterten die Sportfreunde Dönberg mit 0:4 am Oberligisten Cronenberg.

Der Cronenberger SC ist Wuppertaler Stadtmeister 2018. Im Finale setzte sich die Mannschaft von Trainer Peter Radojewski mit 4:0 durch.
„Walking along, singing the song, walking in a Dönberg Wonderland“, hallte es durch die gut gefüllte Uni-Halle in Wuppertal. Die Anhänger des Kreisliga-A-Zeiten Sportfreunde Dönberg sorgten für ordentlich Stimmung. Und das auch mit Erfolg für das eigene Team. Die Sportfreunde marschierten nicht nur durch Vor- und Zwischenrunde, sondern auch mit einem 4:0-Sieg über den FSV Vohwinkel im Halbfinale bis ins Endspiel durch.

"Wir sind unglaublich stolz auf das, was wir erreicht haben."
Daniele Varveri

„Das war überragend“, strahlte auch der Trainer Daniele Varveri. „Uns wurde unter anderem von unserer zweiten Mannschaft bereits im Vorfeld so etwas angekündigt, dass es dann so ausfällt, dass die Jungs am Ende die lautesten in der ganzen Halle sind, hatten wir nicht erwartet." Ganz zur Sensation reichte es allerdings nicht. Im Finale unterlagen sie dem Cronenberger SC mit 0:4. Der positiven Stimmung machte dies jedoch keinen Abbruch. Varveri: "Wir sind unglaublich stolz auf das, was wir erreicht haben. Wir sind vor dieser großen Kulisse ohne irgendwelche Vorgaben in dieses Turnier gegangen. Die Jungs haben das am Ende überragend gelöst.“ Für das Turnier hatten sie sich zudem auch speziell vorbereitet. Mehrere Einheiten in der Soccerhalle standen im Vorfeld auf dem Programm. Der Schwung aus diesem erfolgreichen Turnier soll nun mit in die Liga genommen werden. Dort rangieren die Dörnberger aktuell auf dem zweiten Platz.

Unbedingter Wille als Erfolgsrezept

Das gleiche erhofft sich auch Cronenbergs Trainer Peter Radojewski. Seine Mannschaft überwinterte auf einem Abstiegsplatz und bläst unter anderem mit Neuzugang Davide Leikauf zur Aufholjagd. „Das war ganz wichtig“, weiß auch der ehemalige Cheftrainer des Wuppertaler SV, der seinen Ex-Klub im Halbfinale mit 5:0 ausschalten konnte. „Solche Turniere - und da können mir andere Trainer erzählen, was sie wollen - können ganz entscheidend für den ersten Schuss sein.“ Was das Erfolgsrezept war? „Geschlossenheit und der unbedingte Wille, das Turnier zu gewinnen“, sagt der ehemalige Stürmer von Fortuna Düsseldorf, der zumindest vorerst begeistert festhielt: „Den Titel Hallenstadtmeister tragen wir nun ein gesamtes Jahr.“

Den hat der WSV, für den es nach einem 3:1-Erfolg im Neunmeterschießen nur für den dritten Platz reichte, nun also abgegeben. Immerhin ein minimaler Trost: Torwarttrainer Dennis Prostka, der am Finaltag den Kasten bei den Rot-Blauen hütete, wurde zum besten Keeper des Turniers gewählt. Dafür erhielt er auch den Applaus vom Dönberger Anhang, der den Vize-Titel wohl auch noch in den kommenden Wochen ausführlich besingen wird.

Autor:

Kommentieren