07.01.2018

NRW-Traditionsmasters

RWO setzt sich auf den Thron von Mülheim

Foto: Thorsten Tillmann

Rot-Weiß Oberhausen hat das 13. NRW-Traditionsmasters in Mülheim gewonnen. Mike Terranova bewies dabei seine ganze Spontanität.

Der Jubel bei der Traditionsmannschaft von Rot-Weiß Oberhausen kannte keine Grenzen. Nach dem Schlusspfiff hüpften alle Spieler über die weiße Bande auf den Kunstrasen der innogy Sporthalle in Mülheim. Arm in Arm freuten sich Mike Terranova, Benjamin Schüssler und Co. über den Titel beim NRW-Traditionsmasters - und den holten sie absolut verdient.

Denn RWO gewann jedes der insgesamt fünf Spiele in der regulären Spielzeit und schoss dabei satte elf Treffer. Benjamin Schüssler war daran maßgeblich beteiligt, er wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt: „Kann gut sein, dass es mein bestes Traditionsmasters überhaupt gewesen ist - das war schon in Ordnung.“

Gleich zum Auftakt setzte aber der bis dato amtierende Titelträger ein dickes Ausrufezeichen in der innogy Sporthalle in Mülheim. Der 1. FC Nürnberg gewann in der Gruppe A mit 4:1 gegen die Mülheim Allstars - die Neuauflage des Finals von 2017. Der FC Schalke 04 dagegen mühte sich zu Beginn gegen die SG Wattenscheid 09 nur zu einem 1:1-Unentschieden. Doch die Schalker stellten einmal mehr unter Beweis, dass ihnen dieses NRW-Traditionsmasters einfach liegt - und sie eine echte Turniermannschaft sind. Mit zwei klaren Siegen über Nürnberg und die Mülheim Allstars qualifizierten sich die Königsblauen schließlich verdient neben dem Club für das Halbfinale.

In der Gruppe B waren die Konstellationen dagegen alles andere als einfach. Es entwickelte sich ein packendes Drama bis zum Schluss. Denn beim abschließenden Gruppenspiel lagen der MSV Duisburg und Rot-Weiß Oberhausen mit sechs Zählern an der Spitze - doch auch der VfL Bochum konnte im Spiel gegen RWO auf sechs Punkte kommen und wäre damit auch weiter gewesen. Bis kurz vor Schluss führten die Bochumer sogar und wähnten sich schon sicher im Halbfinale - doch dann der Schock. In der Schlussphase verlor der VfL komplett die Ordnung und den Glauben an sich selbst und verlor mit 1:2 - das Aus. Marcel Maltritz war deswegen natürlich in den Katakomben der Halle in Mülheim schwer enttäuscht: „Vor allem, wenn man weiß, dass man eigentlich eine gute Mannschaft zusammen hat. Wir hatten Ambitionen.“ Am Ende zogen RWO und der MSV Duisburg in die K.O.-Runde ein. Für einen der beiden Traditionsteams aus dem Pott sollte die Reise sogar noch weitergehen.

Der späte Terranova und das große Drumherum

Angeführt von Terranova, der erst spontan zum Halbfinale zum RWO-Traditionsteam stieß, weil sich Schüßler verletzt hatte, haute RWO den Titelverteidiger Nürnberg aus dem Wettbewerb. Der aktuelle Oberhausen-Trainer traf drei Mal selbst - eine unfassbar starke Vorstellung. Auch der FC Schalke 04 gewann sein K.O.-Spiel gegen den MSV Duisburg und so war das Derby im Finale perfekt. Rot-Weiß Oberhausen siegte gegen S04 verdient mit 2:0 und krönte eine perfekte Turniervorstellung.

Neben dem sportlichen standen aber auch immer wieder die kleinen Highlights im Mittelpunkt. Das NRW-Traditionsmasters ist einfach immer ein großes Wiedersehen von alten Freunden. Andreas Blaumann (Schalke), Engin Yavuzaslan (Bochum), Peter Peschel (Bochum) symbolisierten das eindrucksvoll. Alle drei unterhielten sich gemeinsam auf dem Platz, lachten zusammen und umarmten sich lange. Auch die kleinen Scharmützel auf den Rängen zwischen den Fans von zum Beispiel Rot-Weiss Essen und dem FC Schalke 04 sorgten für Erheiterung auf der Tribüne. Richtig laut wurde es dann als Dimitrios Pappas im Finale den Ball auf das Hallendach schoss und dieser nicht mehr runterfiel.

Die Veranstalter planen, im kommenden Jahr wieder das NRW-Traditionsmaster auszutragen - entweder am fünften oder sechsten Januar 2019.

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