03.01.2018

Schalke

Pjaca-Deal steht kurz vor dem Abschluss

Foto: imago

Nach Cedric Teuchert wird der FC Schalke 04 höchstwahrscheinlich schon am Donnerstag seinen zweiten Winter-Zugang begrüßen dürfen.

Wie der Bundesligist via Twitter mitteilte, steht der Kroate Marko Pjaca (Juventus Turin) kurz vor der Unterschrift bei den Gelsenkirchenern. Schon am Donnerstag soll der obligatorische Medizincheck erfolgen.

Marco Pjaca (22) soll am Donnerstag bis zum Nachmittag als Leihgabe von Juventus Turin nach Benidorm kommen. Die Königsblauen leihen den kroatischen Offensivspieler bis zum Saisonende von Juventus aus und übernehmen das Gehalt. Alle Details sind geklärt, beide Klubs und der Spieler haben Einigung erzielt. Im Gesamtpaket liegt der Leih-Deal bei unter einer Million Euro. „Wenn Pjaca dazu beiträgt, dass er uns zu sensationellen Erfolgen führt, müssten wir ein paar Boni bezahlen. Die würden wir dann aber supergerne bezahlen – und wir könnten es auch“, sagt Sportvorstand Christian Heidel. Und kann sich dabei ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Während der von einem Kreuzbandriss genesene Pjaca bei Juve allerhöchste Wertschätzung genießt und als künftiger Topstar angesehen wird, gilt Teuchert als großes Talent und hatte neben dem Malocher-Klub auch andere Optionen. „Schalkes Trainer Domenico Tedesco war ein Riesengrund, warum ich hierhin gewechselt bin. Er hat mich überzeugt. Ich habe Respekt vor der Aufgabe und will mich hier weiterentwickeln“, so Teuchert. Schalkes Publikumsliebling Guido Burgstaller, der mit Teuchert zusammen in Nürnberg spielte, hält große Stücke vom Neuen: „Ich glaube, er ist ein absoluter Volltreffer für Schalke. Die Fähigkeiten und das Talent hat er. Von daher können wir uns alle auf Cedric Teuchert freuen.“

Für Christian Heidel ist die Arbeit mit dem Teuchert-Transfer und der final besprochenen Pjaca-Leihe noch lange nicht beendet. Weiterhin laufen die Bemühungen, den von Bayern München umworbenen Leon Goretzka von einem Verbleib auf Schalke zu überzeugen. Die Königsblauen haben ihr Angebot schon vor Wochen abgegeben. „Verhandelt wird jetzt nicht mehr“, sagt Heidel. Aber gehofft. Heidel telefonierte am Mittwoch lange mit Goretzka-Berater Jörg Neubauer. „Auf die Frage, ob es bereits eine Zusage an Bayern gebe, hat Jörg geantwortet: Nein. Auf die Frage, ob weiterhin die Möglichkeit besteht, dass Leon auf Schalke bleibt, war Jörg Neubauers Antwort: Ja“, so der Manager. [infobox-right]So überzeugt Tedesco
Schalkes Trainer Domenico Tedesco ist nicht nur bei der Spiel-Vorbereitung akribisch, sondern auch bei Transfers. Vor dem Leih-Deal mit Marco Pjaca sah sich Tedesco fünf seiner Spiele für die Juventus Turin-Reserve an. Anschließend telefonierte er mit Pjaca. Bei Cedric Teuchert teilten sich Manager Christian Heidel und Tedesco die Telefonarbeit: Beide sprachen jeweils eine Stunde mit dem Stürmer, bevor er sich für Schalke entschied.[/infobox]

Heidel wird im Trainingslager auch noch mit Leon Goretzka selbst reden. „Ich habe nicht den Eindruck, dass wir an der Nase herumgeführt werden“, sagt Heidel und fügt hinzu: „Klar ist: Das Thema muss irgendwann geklärt werden.“ Bis Mitte Januar, so hat es die Goretzka-Seite angekündigt, soll eine Entscheidung fallen.

Bei Max Meyer dürfte sich der Prozess etwas länger hinziehen. Auch der Vertrag des Sechsers läuft im kommenden Sommer aus. „Ich habe mir bei Max einen Plan zurecht gelegt. Mehr möchte ich allerdings nicht ins Detail gehen“, sagt Heidel.

Da scheint die mögliche Kader-Aufstockung auf der linken Defensivseite noch das kleinere Problem zu sein. Nach wie vor gibt es keinen Back-Up für Bastian Oczipka, auch wenn der aus Altach zurückgekehrte Leihstürmer Bernard Tekpetey probeweise während der Sommer-Vorbereitung in der defensiven Variante getestet wurde. Abdul-Rahman Baba, der im letzten Jahr als Leihspieler für Schalke auflief und nach seiner schweren Knieverletzung im letzten Sommer zum FC Chelsea zurückkehrte, steht weiterhin auf dem Zettel. „Baba hat seit zwei Wochen voll mittrainiert. Wir sind im Gespräch mit Chelsea“, bestätigt Heidel. Eine Soforthilfe würde der Abwehrspieler nach einjähriger Ausfallzeit allerdings nicht. Heidel: „Wenn Baba kommen sollte, dann braucht er auf jeden Fall noch Zeit.“

Autor: Thomas Tartemann

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