03.01.2018

Schalke

Zwei ausländische Teams mit Interesse an Tekpetey

Foto: firo

Völlig übermüdet kam Bernard Tekpetey im Schalke-Trainingslager an. Wie es für ihn weiter geht, das steht in den Sternen. Die ersten Interessenten für den 20-Jährigen gibt es bereits.

Am Ende des Tages sollte Bernard Tekpetey auch noch ein Liedchen singen: Zusammen mit Ralf Fährmann und ein paar anderen Spielern stand der Schalke-Rückkehrer auf dem Rasen des Trainingsplatzes in Benidorm für ein Geburtstagsvideo parat und bekam vom Kapitän den Auftrag, das “Happy Birthday” anzustimmen. Doch Tekpetey bekam kaum ein Wort heraus - was nicht nur daran lag, dass der 20-Jährige von Natur aus eher ein schüchterner Zeitgenosse ist.

Denn Bernard Tekpetey war hundemüde, als er im Schalker Trainingslager in Spanien angekommen war - hinter ihm lag eine Odyssee mit einer schlaflosen Nacht am Flughafen von Casablanca in Marokko. Was unter anderem daran lag, dass der junge Stürmer nach der Aufhebung seines Leihvertrages beim österreichischen Klub SCR Altach möglichst schnell wieder seinen Dienst bei den Königsblauen antreten wollte. Doch dann ging bei der Flugverbindung, die er sich herausgesucht hatte, um aus seinem Heimaturlaub in Ghana nach Spanien zu kommen, alles schief.

Tekpetey wollte von Accra über Casablanca nach Valencia fliegen, um schon am Neujahrstag in Benidorm auf der Matte zu stehen. Aber der Flug von Accra nach Casablanca hatte so viel Verspätung, dass er den Anschluss verpasste. Und weil sich auch alle anderen Verbindungen zerschlugen, hing Tekpetey 24 Stunden in Marokko auf dem Flughafen fest - gestrandet in Casablanca. Anstatt wie erhofft am Neujahrstag traf er erst am Dienstag um 17.30 Uhr in Benidorm ein - total übermüdet. “Wir haben ihn dann erstmal ins Bett geschickt”, berichtet Schalkes Sportdirektor Axel Schuster. Vorwürfe gab’s nicht, denn Tekpetey hatte sich ja extra eine Verbindung herausgesucht, um sogar früher als von Schalke angeordnet in Benidorm zu sein.

Wir werden gut überlegen, ob es für ihn Sinn macht, hierzubleiben
Axel Schuster

Tekpetey, den Gerald Asamoah vor zwei Jahren in Ghana entdeckte, will die Tage im Trainingslager nutzen, um sich auf Schalke wieder zu empfehlen. Auch sein Leihvertrag in Altach war ein Missverständnis: Er wurde auf der falschen Position eingesetzt, als Mittelstürmer und nicht auf der Außenbahn - daher wurde die Leihe beendet. Wo der 20-Jährige in der Rückrunde spielt, ist völlig offen: “Wir werden gut überlegen, ob es für ihn Sinn macht, hierzubleiben”, sagt Schuster. Denn Tekpetey braucht Spielpraxis, und zwei andere ausländische Erstligisten haben bereits ihr Interesse an dem Talent hinterlegt.

Ob Tekpetey wenigstens am Sonntag beim Schalker Testspiel gegen Genk zum Einsatz kommt, hat Domenico Tedesco noch nicht entschieden. Schalkes Trainer mit einem Lächeln: “Wir müssen erstmal sehen, wie er die lange Reise aus seiner Heimat überstanden hat…”

Autor: Manfred Hendriock

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