31.12.2017

U19-Bundesliga

Gladbach-Trainer ist als Psychologe gefragt

Foto: Benjamin Neumann

Borussia Mönchengladbach ist Vorletzter in der U19-Bundesliga. Zu wenig für die Ansprüche des Bundesligisten, das weiß auch der Trainer Thomas Flath.

Thomas Flath, wie fällt Ihr Fazit der abgelaufenen Hinrunde aus?
Hinsichtlich der Ergebnisse ist die Hinrunde für uns enttäuschend ausgefallen, wir hatten uns das vor der Saison anders vorgestellt. Es gab einige Spiele, in denen wir einem Sieg nahe waren, am Ende aber dennoch mit leeren Händen dastanden. Die Situation ist dann von Spiel zu Spiel schwieriger geworden. Ich war deshalb auf und neben dem Platz auch als Psychologe gefragt und habe gemeinsam mit meinen Co-Trainern versucht, der Mannschaft Sicherheit zu geben. In meiner langjährigen Karriere als Trainer kann ich mich aber auch nicht daran erinnern, jemals mit einem solchen Verletzungspech konfrontiert gewesen zu sein wie wir in der Hinrunde. In Mika Hanraths und Tilmann Jahn sind beispielsweise zwei unserer Kapitäne und Stammspieler sehr lange verletzungsbedingt ausgefallen. Wir haben dadurch oft überwiegend mit Spielern des jüngeren Jahrgangs gespielt. Diese brauchten Zeit, um sich an die A-Junioren-Bundesliga zu gewöhnen. Zum Ende der Hinrunde hat sich die Mannschaft aber stabilisiert und ihre Leistungen sind besser geworden.

Wird es im Winter personelle Veränderungen geben?
Es ist möglich, dass sich personell zur Rückrunde etwas tun wird. Transfers müssen für uns aber immer perspektivisch sinnvoll sein. Generell haben wir den Markt immer im Auge.

Was erhoffen Sie sich von der Rückrunde?
Unser Ziel muss natürlich der Klassenverbleib sein. Ich bin optimistisch, dass wir uns in der Rückrunde weiter stabilisieren und mehr Punkte holen werden als in der Hinrunde. Wenn der Lern- und Reifeprozess weiter voranschreitet, haben wir gute Chancen, in den restlichen Spielen der Rückrunde auch gute Ergebnisse einzufahren.

Wann beginnt die Vorbereitung? Gibt es eventuell sogar ein Trainingslager?
Die Spieler haben über Weihnachten ein paar Tage frei, bekommen aber Hausaufgaben in Form von Laufplänen mit in die Pause, damit sie zum Trainingsauftakt am 6. Januar geistig erholt, aber physisch in einem guten Zustand sind. Am Sonntag, 28. Januar, starten wir dann schon mit dem Nachholspiel gegen Preußen Münster in das neue Jahr. Die Winterpause ist somit recht kurz, ein Trainingslager wird es deswegen nicht geben.

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