16.12.2017

Kommentar

Zwei Siege unter Stöger – aber der BVB muss besser werden

Foto: firo

Dank neuer Stabilität gewinnt der BVB auch das zweite Spiel unter Stöger – und doch muss er sich noch deutlich verbessern. Ein Kommentar.

Zwei Spiele, zwei Siege – was die Ergebnisse angeht, lässt der Start von Peter Stöger als Trainer von Borussia Dortmund rein gar nichts zu wünschen übrig. Seit einer Woche hat der Österreicher nun das Sagen, und in der Kürze der Zeit hat er die richtigen Maßnahmen ergriffen: Weil er den hochriskanten Pressingfußball seines Vorgängers Peter Bosz erst einmal entsorgt und der verunsicherten Mannschaft eine vorsichtigere Herangehensweise verordnet hat, steht die Defensive nun deutlich stabiler – und vorne ist diese Mannschaft ja immer für ein Tor gut.

Allerdings lässt sich auch nicht verleugnen, dass der vorsichtige Ansatz deutlich zulasten der Offensive geht. Wie schon gegen Mainz blieb das BVB-Spiel auch gegen Hoffenheim eher bieder, die Spieler agierten weitgehend hektisch und oft planlos. Eine Spielidee war bestenfalls in Ansätzen zu erkennen, allzu sehr verließen sich die Dortmunder auf die individuelle Qualität ihrer Akteure.

Selbst in der Krise unter Bosz in den vergangenen Wochen hatte der BVB bessere Heimspiele. Die allerdings verlor er. Und weil das nun einmal das alles Entscheidende im Fußball ist, hat Stöger die Argumente auf seiner Seite – noch. Denn in der Rückrunde dürfte es schwierig werden, mit den jüngst gezeigten Leistungen dauerhaft erfolgreich zu spielen. Und schon im Pokalspiel bei Bayern München wird eine Leistungssteigerung nötig sein.

Das allerdings haben auch die Spieler und Trainer Stöger erkannt, die Aussagen nach dem 2:1-Sieg gegen Hoffenheim waren angenehm selbstkritisch. Das lässt für die Zukunft Besserung erwarten. Angesichts der starken Dortmunder Offensivspieler darf es allerdings auch nur eine Frage der Zeit sein, bis wieder ein überzeugendes Angriffsspiel zu sehen ist.

Autor: Sebastian Weßling

Kommentieren

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken