14.12.2017

VfL Bochum

Hemmerich ist im Profigeschäft angekommen

Foto: firo

VfL Bochum-Youngster Luke Hemmerich spricht im Interview über den Alltag beim VfL Bochum, seine Bezugsperson, volle Stadien und den Trubel in der Hinrunde.

Er ist 19 Jahre alt und seit dieser Saison ein Profifußballer. Eigentlich steht er beim FC Schalke unter Vertrag, der ihn allerdings zum VfL Bochum verliehen hat. Dort sammelte Luke Hemmerich seine ersten Pflichtspielminuten und hat sich schnell an das Alltagsgeschäft eines Profis gewöhnt.

Herr Hemmerich, wie schnell steigt man als junger Spieler eigentlich ins Profigeschäft ein? Ich hatte zu Beginn Schwierigkeiten, weil ich verletzt war (Bänderriss, Anmerkung der Redaktion) und musste erstmal in die neue Mannschaft hineinfinden. Dann habe ich mich aber schnell akklimatisiert. Es geht recht schnell, auch als junger Spieler.

Wie fühlt sich der Alltag bei den Profis an? Es macht Spaß. Man ist mit den älteren Spielern zusammen und das Niveau ist auch ein anderes, alles läuft wesentlich schneller ab. Aber sonst trainiert man, wie in der Jugend auch. Vieles ähnelt sich, die Abläufe bleiben in der Regel gleich. Deshalb musste ich mich nicht groß umstellen.

Nehmen ältere Spieler Sie an die Hand oder müssen Sie sich durchbeißen? Klar muss man sich auch durchbeißen, aber die erfahrenen Spieler helfen mir, wenn ich Fragen habe.

An wen halten Sie sich im Team und von wem können Sie was lernen? Man kann jeden der erfahrenen Spieler ansprechen. Sidney Sam bitte ich oft um Ratschläge, wie ich Situationen auf dem Spielfeld noch besser lösen kann.

Wie haben Sie Ihr ersten Ligaspiel gegen Holtstein Kiel in Erinnerung? Ich bin in der 80. Minute eingewechselt worden und wusste, dass das Spiel im Prinzip gelaufen war. Es stand bereits 3:0 für Kiel. Daher war ich nicht allzu nervös. Ich habe mich über die Niederlage geärgert, mich gleichzeitig natürlich auch gefreut, dass ich meine Minuten bekommen habe.

Beim 0:0 gegen Fortuna Düsseldorf haben Sie im Ruhrstadion 90 Minuten gespielt. Wie war das? Das war komplett anders. Die Hütte war voll, vor 27.600 Zuschauern zu spielen war schon überragend. Man hat bei solchen Spielen immer ein Kribbeln im Bauch und ich habe Lust auf mehr.

Haben Sie damit gerechnet, relativ schnell Einsätze beim VfL zu bekommen und hoffen auf weitere? Ich habe damit gerechnet, wenn es auch recht schnell ging. Wenn ich fit bin und meine Leistung bringe, weiß ich, dass ich ein wichtiger Bestandteil des Teams sein kann.

Beim VfL war zuletzt viel Trubel. Wie nimmt man das als Profi wahr? Man merkt schon eine gewisse Unruhe von außen, wenn es mal nicht so gut läuft. Aber ich habe immer versucht, gar nicht daran zu denken, sondern mich auf meine Aufgabe auf dem Platz zu konzentrieren. Das hat höchste Priorität für einen Fußballer, um auch die beste Leistung zu bringen.

Erkennen die Leute Sie auf der Straße?
Wenn ich außerhalb meiner Heimat Hattingen unterwegs bin, erkennen mich die Leute meistens nicht. Zweite Liga schauen ja auch nicht so viele. Von daher ist der VfL auch noch was anderes als zum Beispiel Schalke.

Autor: RS

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