13.12.2017

VfL

Die Winterpause kommt für Bochum ungelegen

Foto: firo

Die Saison könnte für den VfL Bochum nach zwei Siegen in Folge eigentlich weiter laufen. Und die Torwartfrage verspricht perspektivisch Spannung.

Der VfL Bochum befindet sich vor der letzten Partie des Jahres in einer glücklichen Situation: Die Mannschaft hat zweimal in Folge gewonnen, die bislang letzte Niederlage liegt schon ein paar Wochen zurück, und Verletzungsprobleme gibt es derzeit nicht. Trainer Jens Rasiejewski wird wohl auch am Hamburger Millerntor nicht gezwungen sein zu improvisieren.

In den unruhigen Wochen nach Atalan-Rauswurf und Suspendierungsgate sprach der damalige Nothelfer auf der Trainerbank, Rasiejewski, häufiger von Automatismen, die wichtig für den Erfolg seien. Inzwischen sieht es so aus, als ob diese Automatismen greifen würden. Bereits vor der Abreise nach Regensburg zollte Sidney Sam seinem Trainer im Interview auf spox.com ein Lob: „Wir haben unter Jens Rasiejewski Schritte in die richtige Richtung gemacht, wir spielen ein gutes System. Jeder Spieler weiß, was er zu tun hat.“

Ein Kern von rund 20 Spielern

Eigentlich ist es schade, dass nur noch ein Spiel ansteht und es dann schon in die Winterpause geht. Denn der neue Cheftrainer hat jetzt den Kreis an Spielern definiert, auf die er bauen will und bauen wird, und die letzten Erfolge verleihen ihm die Autorität, weiter so zu entscheiden, wie er es für richtig hält.

Dabei werden die personellen Ausschläge künftig geringer ausfallen, denn auch das ist wichtig im Hinblick auf die viel beschworenen Automatismen. Vor dem Spiel in Regensburg gab es nur noch eine Veränderung, weil Robbie Kruse, der in der jetzigen Verfassung absolut gesetzt ist, wieder einsatzfähig war.

Momentan sind zwar mit Jan Gyamerah, Stefano Celozzi und Felix Dornebusch noch drei Spieler aus der Startelf vom Samstag angeschlagen und können nur dosiert trainieren, aber vermutlich werden alle drei am Montag wieder zur Verfügung stehen, wenn der FC St. Pauli, der nach gutem Start mächtig ins Rutschen gekommen ist und nur noch knapp über dem Strich steht.

Verglichen mit Rasiejwskis Premierenspiel, dem unglücklichen 0:1 in Braunschweig im Oktober, hat sich die Mannschaft schon verändert. Sechs Spieler des damaligen Bochumer Teams zählten jetzt auch in Regensburg zur Startelf.

VfL-Torwart Felix Dornebusch hat gegen Regensburg überzeugt

Wenn man den aktuell verletzten Manuel Riemann und den seinerzeit suspendierten Felix Bastians noch aufaddiert, fallen die Veränderungen natürlich nicht so sehr ins Auge. Wobei ja die Torwartfrage noch der Klärung harrt. Felix Dornebusch hat seine Sache in Bayern gut gemacht, er dürfte mit zunehmender Spielpraxis eher noch an Sicherheit gewinnen.

Riemann ist zwar zurück im Training, aber das eine noch ausstehende Spiel vor dem Jahreswechsel wird Rasiejewski vermutlich noch einmal Dornebusch die Gelegenheit geben, sich zu beweisen. Nutzt er sie, dann wird Riemann nach den Weihnachtsferien eine Schüppe drauflegen müssen, will er wieder die Nummer eins sein.

Autor: Michael Eckardt

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