BVB

Zorc hält Transfers für die Offensive nicht für nötig

Sebastian Weßling
04. Dezember 2017, 18:56 Uhr

Foto: Firo

Sportlich steckt der BVB seit Wochen in der Krise, nun schlägt auch noch das Verletzungspech zu. Sportdirektor Michael Zorc sieht im Offensivbereich keinen Handlungsbedarf.

Auch am Montag waren die Dinge noch nicht so klar, wie man es bei Borussia Dortmund eigentlich erwartet hatte. Zumindest nicht in allen Fällen. Gonzalo Castro hatte Gewissheit, auch wenn es keine besonders erfreuliche war: Der Mittelfeldspieler hat beim 1:1 bei Bayer Leverkusen durch einen rüden Tritt seines Gegenspielers Wendell einen Außenbandriss erlitten. Er werde mehrere Wochen fehlen, teilte der BVB eher unbestimmt mit. Zumindest die Hinrunde dürfte für den 30-Jährigen gelaufen sein.

Bei Maximilian Philipp dagegen sind weitere Untersuchungen nötig – und eine Diagnose wird frühestens am Dienstag erwartet. Der Angreifer hatte sich in einem Zweikampf mit Jonathan Tah ohne Verschulden des Gegners unglücklich das Knie verdreht, im Klub gehen sie von einer schweren Verletzung und einer langen Pause aus – möglicherweise sogar vom Saisonaus für den Neuzugang, der im Sommer vom SC Freiburg kam. Für den BVB wäre dies ein nicht ganz unerheblicher Verlust, Philipp schoss in elf Ligaspielen für Schwarz-Gelb immerhin sechs Tore und legte zwei weitere Treffer auf.

Zudem sollte er ja eigentlich den Ausfall von Marco Reus wegen eines Kreuzband-Teilrisses abfedern. Der Offensivstar wird erst im Februar oder März zurückerwartet. Doch obwohl nun auch der Ersatzmann passen muss, hält es Sportdirektor Michael Zorc nicht für zwingend nötig, sich auf dem Transfermarkt nach Alternativen für den Angriff umzusehen: „Wir haben in Christian Pulisic, Andrey Yarmolenko, André Schürrle, Pierre-Emerick Aubameyang und Jadon Sancho, der durch diese Verletzung vielleicht etwas näher an die erste Elf heranrücken kann, nach wie vor viele Offensivkräfte“, sagt er im Gespräch mit dieser Zeitung. „Und wir hoffen natürlich, dass im Fall von Marco Reus weiterhin alles nach Plan verlaufen wird.“

Doch nicht nur vorne plagen den BVB Sorgen: Neben Castro, Philipp und Reus fallen Mario Götze (Bänderteilriss im Sprunggelenk), Lukasz Piszczek (Außenband-Anriss), Sebastian Rode (Stressreaktion am Schambein), Erik Durm (Hüft-OP) und Jacob Bruun Larsen (Knieverletzung) bis ins neue Jahr aus.

Defensive als größte Baustelle

Nicht nur deswegen dürfte es im Mittelfeld und in der Abwehr im Winter frisches Personal geben – vor allem die Defensive stuft man klubintern auch unabhängig von der Personalsituation als größte Baustelle ein.

Autor: Sebastian Weßling

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