Milde Strafe für Trainer Fuat Kilic

29.11.2017

Alemannia Aachen

Milde Strafe für Trainer Fuat Kilic

Foto: Thorsten Tillmann

Fuat Kilic, Trainer des Fußball-Regionalligisten Alemannia Aachen, wird die nächsten beiden Partien seiner Mannschaft von der Tribüne aus verfolgen müssen.

Der 44-jährige Kilic ist von der Spruchkammer des Westdeutschen Fußballverbands (WDFV) wegen „unsportlichen Verhaltens“ während des Heimspiels gegen die SG Wattenscheid 09 (1:2) mit einer Sperre von zwei Spielen belegt worden. Zwei weitere Spiele wurden zur Bewährung ausgesetzt. Zudem muss Kilic eine Geldstrafe zahlen.

Für das Fehlverhalten einiger Zuschauer bei den Heimspielen gegen Wattenscheid und Rot-Weiss Essen wurde der Klub Alemannia Aachen von der Spruchkammer in Duisburg zu einer Gesamtstrafe von 3.500 Euro veruteilt.

Fuat Kilic und Alemannia Aachen haben den Urteilen zugestimmt, damit sind diese rechtskräftig.

Der Alemannia-Trainer wurde im Spiel gegen Wattenscheid auf die Tribüne verwiesen, nachdem er den Linienrichter attackiert hatte. Offenbar blieb es nicht bei einem verbalen Angriff. Im Sonderbericht von Schiedsrichter Jonas Seeland ist dokumentiert, dass er den Linienrichter an der Schulter gepackt und in den Bauch gekniffen habe.

Kilic kommt mit blauem Auge davon

Nach dem Schlusspfiff ging es den Schilderungen des Schiedsrichter zufolge so richtig los. Kilic soll in die Kabine des Unparteiischen gestürmt sein. Auch sein Spielführer habe ihn nicht aufhalten können. Erst als sich einer der Schiedsrichter-Assistenten als Polizist zu erkennen gab und dem Deutsch-Türken mit einer Anzeige drohte, sei er schließlich wieder gegangen.

"Ich bin auch nur ein Mensch und habe überreagiert. Ich entschuldige mich für alles, was passiert ist", sagte Kilic anschließend der "Aachener Zeitung."

Das Geständnis und die Einsicht des Aachener Trainers dürfte sich strafmildernd ausgewirkt haben. Denn im schlimmsten Fall hätte Kilic eine drakonische Strafe von 6 bis 24 Monaten gedroht. So ist er mit einem blauen Auge davongekommen.

Autor: Martin Herms

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