05.11.2017

RWE U19

Trainer Apfeld: "Haben wie Aufsteiger gespielt"

Foto: Thorsten Tillmann

Mit dem 3:0-Triumph (0:0) über den 1. FC Kleve verteidigt die U19 von Rot-Weiss Essen Platz eins in der Niederrheinliga. Doch Trainer Damian Apfeld fühlt sich nicht als solcher.

Während es bei der "Ersten" von Rot-Weiss Essen seit Jahren kaum etwas zu feiern gibt, setzt sich die Erfolgsstory der A-Jugend-Vetretung weiter fort. Die in der Vorwoche eroberte Tabellenführung in der Niederrheinliga wurde am 10. Spieltag mit Bravour verteidigt. 3:0 setzten sich die Essener im Heimspiel gegen den abstiegsbedrohten 1. FC Kleve durch. Klingt wie ein Pflichtsieg - doch die Hausherren glänzten am Sonntag in allen Bereichen. Ist die Mannschaft schon bereit für den Aufstieg?

Trainer Apfeld: "Heute wie ein Aufsteiger gespielt"

Laut Trainer Damian Apfeld hat sein Team "sicherlich wie ein Aufsteiger gespielt. Dass eine Jugendmannschaft so seriös auftritt, ist nicht alltäglich." Zugleich beschwichtigte er: "Der Gegner hat das gut gemacht, aber bei allem Respekt: Kleve ist Tabellenvorletzter."

Ohnehin fühle er sich nicht wie ein Spitzenreiter: "Drei Mannschaften stehen oben, wir und Wuppertal punktgleich. So lange es so eng ist, spielt es keine Rolle, ob du nun Erster, oder Dritter bist." Da freut sich sein Team schon eher darüber, oben zu stehen: "Das tut den Jungs mental gut", sagt Apfeld. Er meint aber auch, dass die "Rolle des Gejagten" seine Mannschaft ein Stück weit belastet: "Den Druck haben wir uns durch unsere offensive Zielsetzung selbst auferlegt. Dadurch sind wir automatisch die Gejagten, damit müssen die Spieler aber umgehen können, so ist das im Sport." Zudem hätten sich die Rot-Weiss-Verantwortlichen ganz bewusst dafür entschieden, den Bundesliga-Aufstieg als Saisonziel auszugeben. "Wir wollten ein identisches Ziel nach innen und nach außen vorgeben", erklärt Apfeld. "Wir wollen um jeden Preis aufsteigen. Ich glaube, es wäre schwer, den Glauben daran über die ganze Saison aufrechtzuerhalten, wenn wir in der Öffentlichkeit etwas anderes vorleben."

Kleves Trainer sieht RWE stärker als Wuppertal

Das dadurch entstandene Risiko nimmt er gerne in Kauf: "Damit können und müssen wir leben." Für Lukas Nakielski, seines Zeichens Trainer des 1. FC Kleve, ist das Essener Vorhaben ohnehin nicht unrealistisch: "Die verfügen über die höchste individuelle Klasse in der Liga." Er muss es wissen, denn noch in der Vorwoche spielte sein Team gegen den wohl größten Essener Konkurrenten, Wuppertaler SV (Ergebnis:2:1 für Kleve): "Das Niveau von Rot-Weiss ist um einiges höher. Den Wuppertalern konnten wir mit unserem Pressing ziemliche Probleme bereiten, aber heute konnte sich Essen immer problemlos befreien."

Nächste Woche steigt das Derby gegen ETB

Die Partie gegen Kleve soll für Apfeld allerdings nicht als Maßstab herhalten: "Wenn wir so gegen Wuppertal in der Rückrunde spielen, dann sind wir reif für den Aufstieg. Wir müssen uns erst gegen die Spitzen-Teams behaupten." Da trifft es sich gut, dass nächste Woche das Stadtderby beim ETB Schwarz-Weiß Essen ansteht.

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