22.10.2017

RWE-Sieg am Tivoli

2:1! Perfekter Einstand für Giannikis

Foto: Thorsten Tillmann

Regionalligist Rot-Weiss Essen hat seinem neuen Trainer Argirios Giannikis einen Auftakt nach Maß beschert. Bei Alemannia Aachen feierte RWE einen 2:1 (1:1)-Sieg.

Neuer Trainer, Traditionsduell, TV-Übertragung: Es war der passende Rahmen für die Regionalliga-Fußballer von Rot-Weiss Essen, um eine Wende in dieser bisher so enttäuschenden Saison einzuleiten. Zudem reisten die Essener nach dem 2:0-Sieg im Niederrheinpokal am Mittwoch beim ETB mit einem Erfolgserlebnis im Rücken zum Aachener Tivoli. Beste Voraussetzungen also.

Doch das Duell der ehemaligen Bundesligisten begann vor 9600 Zuschauern am Tivoli aus RWE-Sicht mit einem Nackenschlag. Denn schon nach zwei Minuten zappelte es im Netz der Gäste. Der ehemalige Oberhausener Junior Torunarigha bestrafte einen dicken Bock im Essener Abwehrverbund und schob aus kurzer Distanz zur Alemannia-Führung ein. Ein klassischer Fehlstart bei der Meisterschafts-Premiere des neuen RWE-Trainers Argirios Giannikis.

Die Essener benötigten rund eine halbe Stunde, um sich von diesem Schock zu erholen. Und es war eine Standardsituation, die den Gästen zur Wende verhalf. Timo Becker überwand den orientierungslosen Aachener Torwart Patrick Nettekoven per Kopf zum 1:1-Ausgleich (32.).

Es ging ein Ruck durch die Essener Mannschaft. Die Dreierkette stand sicher und vorne kam RWE zu guten Möglichkeiten. Kamil Bednarski vergab kurz vor der Pause die größte Chance zum 2:1 (43.).

Nach dem Seitenwechsel neutralisierten sich beide Teams zunächst. Für den ersten Aufreger sorgten einige der rund 500 mitgereisten Fans der Bergeborbecker. Chaoten zündeten im Gästeblock Böller und Pyrotechnik. Der Schiedsrichter unterbrach die Partie daraufhin für einen kurzen Augenblick.

Auf die kurze Pause folgte der Höhepunkt aus Essener Sicht. Kai Pröger vollendete einen perfekt vorgetragenen Angriff über Marcel Platzek und Bednarski (66.). 2:1, Spiel gedreht!

RWE hatte in der Folge nur wenig Mühe, die Gastgeber vom eigenen Tor fernzuhalten. Bis zum Abpfiff gelang es den Aachenern nicht, eine nennenswerte Möglichkeit herauszuspielen. So blieb es bei einem letztlich verdienten rot-weissen Auswärtssieg, der nach dem Schlusspfiff von den Spielern frenetisch bejubelt wurde. Nach fast einem Jahr war es die erste Heimniederlage für Aachen. Ein zusätzlicher Grund für die Essener, um stolz auf diese Leistung zu sein. Der dritte Sieg im 14. Spiel ist Balsam für die angeschlagene RWE-Seele. Denn erstmals in dieser Saison hat die Mannschaft bewiesen, dass sie durchaus zu Höherem berufen ist.

Autor: Martin Herms

Kommentieren

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken