18.10.2017

RWE

Die Bilanz der Trainer seit der Insolvenz 2010

Foto: Tillmann

Argirios Giannikis ist seit wenigen Tagen neuer Trainer beim Regionalligisten Rot-Weiss Essen.

Seit der Insolvenz 2010 ist er der fünfte Trainer (ohne Interimslösungen) an der Hafenstraße.

Hier eine Übersicht: So lange waren die jeweiligen Trainer im Amt und diesen Punkteschnitt erreichten die Verantwortlichen.

Waldemar Wrobel (01. Juli 2010 bis 17. März 2014):
Den Anfang machte seinerzeit Waldemar Wrobel. Der heute 47-Jährige stieß 2007 erst als Rehatrainer und später als Konditionstrainer zur ersten Mannschaft. Am 19. Februar 2009 wurde dieser Cheftrainer der Reserve. Nach der Insolvenz 2010 und der Absage von Peter Hyballa wurde Wrobel, der noch heute nur wenige Spiele der Essener verpasst, zum Trainer der Oberliga-Mannschaft befördert. Unter ihm gelang der sofortige Wiederaufstieg in die Regionalliga. Am 17. März 2014 wurde Wrobel von seinen Aufgaben entbunden. Bis heute ist er der Trainer, der am längsten bei RWE im Amt blieb. Mittlerweile arbeitet er als Scout für Borussia Dortmund.
Seine Bilanz: 146 Spiele, 1,73 Punkte pro Spiel

Marc Fascher (18. März 2014 bis 31. März 2015):
Einen Tag nach der Wrobel-Demission wurde Marc Fascher als Nachfolger präsentiert. Der Wunschkandidat des damaligen Sportvorstandes Dr. Uwe Harttgen führte die Bergeborbecker zur Herbstmeisterschaft in der darauffolgenden Saison. Nach der Winterpause setzte es jedoch vier Niederlage aus sechs Spielen, worauf sich der Verein etwas mehr als ein Jahr nach der Verpflichtung für eine Trennung entschied. "Wir haben diesen Entschluss einstimmig getroffen, weil wir denken, dass es das Beste für den Verein ist", gab Welling damals auf einem Fantreffen um exakt 19.07 Uhr bekannt. Seine Vertragsverlängerung damals kostete Harttgen den Job, nachdem diese Vereinbarung ohne Zustimmung des Aufsichtsrats getroffen wurde. Im August diesen Jahres übernahm Fascher die Sportfreunde Lotte.
Seine Bilanz: : 42 Spiele, 1,74 Punkte pro Spiel

Markus Reiter & Jürgen Lucas (01. April 2015 bis 14. Juni 2015):
Bis zum Saisonende setzte der Deutsche Meister von 1955 auf eine interne Interimslösung. Markus Reiter und der damalige U19-Trainer Jürgen Lucas übernahmen die Regionalliga-Mannschaft bis zum Saisonende. Sie führten die Rot-Weissen auf den fünften Platz. Reiter arbeitet mittlerweile als Nachwuchs-Cheftrainer für den Fußballverband Mittelrhein.
Ihre Bilanz: 6 Spiele, 2,00 Punkte pro Spiel

Jan Siewert (15. Juni 2015 bis 02. April 2016):
Nachdem Andreas Winkler zum Sportdirektor befördert und ihm die Aufgabe der Trainersuche übertragen wurde, kam dieser schnell auf Jan Siewert. Beide hatten zusammen den Fußballlehrer absolviert. Siewert hatte damals im Nachwuchsbereich des DFB gearbeitet und war Co-Trainer bei der U17 unter Christian Wück. Für ihn sprach der offensive Spielstil, den er den Bergeborbeckern eintrichtern wollte. Dies war jedoch nicht von Erfolg gekrönt. Nach einer Negativserie mit einem Sieg aus 13 Spielen - darunter eine Serie aus acht (!) Unentschieden in Folge - rutschte RWE auf einen Abstiegsplatz und trennte sich von Siewert, der nach einem Jahr bei der U19 des VfL Bochum mittlerweile die U23 von Borussia Dortmund trainiert.
Seine Bilanz: 34 Spiele, 1,38 Punkte pro Spiel

Jürgen Lucas (03. April bis 05. April 2016):
Das Training übernahm erneut der ehemalige U19-Trainer. In dieser Zeit fanden keine Spiele statt.

Sven Demandt (06. April bis 01. Oktober 2017):
Nur wenige Tage nach der Trennung von Jan Siewert wurde Sven Demandt als Nachfolger präsentiert. Der ehemalige U19-Trainer der Rot-Weissen bestach mit seiner Erfahrung und einem Meistertitel in der Regionalliga West. Unter ihm gelang zuerst sicher der Klassenerhalt, ehe RWE in der Folgesaison einen fünften Platz erringen konnte, mit jedoch ordentlichem Abstand auf die Spitzenteams. Trotz starker Auftritte beim Testspielsieg gegen den BVB sowie im DFB-Pokal gegen Borussia Mönchengladbach und einem ordentlichen Auftakt gegen den BVB II, gelang es ihm nicht, Konstanz in die Auftritte seiner Jungs zu bekommen. Nach nur zwei Siegen aus den ersten elf Partien und mehreren desolaten Auftritten gerade in den Heimspielen wurde Demandt von seinen Aufgaben entbunden. Sein Vertrag läuft noch bis zum Saisonende.
Seine Bilanz: 64 Spiele, 1,60 Punkte pro Spiel

Jürgen Lucas und Carsten Wolters (02. Oktober bis 13. Oktober):
Co-Trainer Carsten Wolters und Sportdirektor Lucas übernahmen übergangsweise für die Zeit, ehe in Argirios Giannikis ein neuer Trainer gefunden wurde. In den beiden Partien gegen die hocheingeschätzten Teams des SV Rödinghausen und Viktoria Köln setzte es jedoch zwei Niederlagen. Wolters wird erst einmal auch unter Giannikis als Assistent arbeiten.
2 Spiele, 0 Punkte.

Argirios Giannikis (seit 14. Oktober):
Giannikis erhielt bei den Rot-Weissen "im ersten Schritt" (O-Ton Lucas) einen Vertrag bis Saisonende. Am Sonntag feiert der ehemalige Co-Trainer von Markus Kauczinski in Karlsruhe und Ingolstadt sein Liga-Debüt als Verantwortlicher des RWE.

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