17.10.2017

England

Sancho zurück beim BVB - U17-Nationaltrainer sauer

Foto: Thorsten Tillmann

Borussia Dortmund hat Jadon Sancho von der U17-WM zurückbeordert. Der englische Nationaltrainer reagiert mit einem Seitenhieb gegen den BVB.

Jadon Sancho war einer der Stars der diesjährigen U17-Weltmeisterschaft in Indien. Das steht schon jetzt fest, obwohl lediglich die Vorrunde des Turniers gespielt wurde. Sancho gehörte in der Mannschaft von England zu den besten Spielern. In den drei Vorrundenspielen gegen Chile (4:0), Mexiko (3:2) und den Irak (4:0) sammelte er fünf Scorerpunkte (drei Tore, zwei Vorlagen).

In der Champions League darf Sancho nicht spielen

Umso ärgerlicher für England, dass Sancho im Achtelfinale gegen Japan am Dienstag (16:30 Uhr) und auch in den möglichen folgenden Runden nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Borussia Dortmund hat den 17-Jährigen wie erwartet zurückbeordert. Am Montagabend nahm Sancho am Abschlusstraining des BVB vor dem Champions-League-Spiel gegen Nikosia (Dienstag, 20.45 Uhr/Sky) teil. Spielen darf er in der Königsklasse aber nicht, Dortmund hat ihn nicht für die Gruppenphase gemeldet.


 
Obwohl sich der BVB vor Turnierbeginn mit dem englischen Verband darauf verständigt hatte, dass Sancho nach der Gruppenphase abreisen muss, konnte Nationaltrainer Steven Cooper sein Unverständnis nicht verbergen. "Das ist enttäuschend für das Turnier. Die Leute haben Jadon gerne spielen gesehen. Wir werden ihn vermissen. Es ist auch für ihn enttäuschend", wird Cooper von "The Telegraph" zitiert. Der Trainer schickte bei der Gelegenheit noch einen Seitenhieb Richtung BVB: "Ich kann mir nur vorstellen, dass er am Wochenende bei den Profis von Dortmund in der Startelf stehen wird. Es fällt mir kein anderer Grund ein, warum man sonst einen Spieler während der Weltmeisterschaft zurückbeordern sollte."

Unwahrscheinlich, dass BVB-Trainer Peter Bosz Sancho tatsächlich am Samstag (15.30 Uhr/Sky) im Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt einsetzen wird. Die Konkurrenz auf den offensiven Außenbahnen ist groß. Bei der Borussia hoffen sie aber, dass sich der Youngster durch Training mit dem Team schneller in Dortmund integrieren wird.

Autor:

Kommentieren

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken