11.10.2017

RWE - Vik. Köln

Kapitän fällt aus, Appell von Lucas

Foto: Thorsten Tillmann

Am Freitag steht für Rot-Weiss Essen der nächste Versuch an, die Saison in eine positive Richtung zu lenken. Mit Viktoria Köln kommt um 19:30 Uhr aber einer der Topfavoriten nach Essen.

Die bisherige Bilanz ist mau: Nur zwei Siege aus zwölf Spielen. Die gab es gegen den Letzten (Köln II) und den Vorletzten (Rhynern). Zumindest aber zuhause, was etwas Mut macht. Zumal die Kölner mit einer Auswärtsbilanz kommen, die auch ausbaufähig ist. Aus sechs Spielen gab es drei Siege und drei Niederlagen. RWE wird erneut von dem Sportlichen Leiter Jürgen Lucas, Carsten Wolters und Manuel Lenz betreut. Verzichten muss das Trio auf den Kapitän.

Denn Benjamin Baier muss eine Gelbsperre absitzen. Zudem steht hinter dem Einsatz von Stürmer David Jansen, der von der Kölner Viktoria nach Essen wechselte, ein Fragezeichen. Lucas berichtet: „David ist angeschlagen, er hat muskuläre Probleme. Wir versuchen, ihn am Mittwoch wieder voll ins Training zu integrieren. Er ist natürlich gegen Köln besonders heiß. Wir hoffen, dass es bis Freitag reicht.“

Ansonsten kann Lucas aus dem Vollen schöpfen. Was auch nötig ist gegen einen der Topfavoriten der Liga. Lucas hat eine sehr hohe Meinung vom Gegner: „Die Viktoria ist neben Uerdingen der Topfavorit auf die Meisterschaft. Sie haben einen der besten Kader, sie haben mit Mike Wunderlich den besten Spieler der Liga. Da können wir nur als Einheit bestehen.“

Lucas meint die Symbiose aus Mannschaft und Fans, sein Appell vor dem Spiel am Freitag: „Ich kann den Frust der Anhänger nachvollziehen. Aber es geht nur gemeinsam, gerade gegen so einen Gegner. Ich weiß, dass die Mannschaft in Vorleistung treten muss. Ich bin sicher, die Jungs werden alles reinwerfen, dann brauchen wir aber auch die Unterstützung, damit uns der Rücken gestärkt wird.“

Denn die bisher schwachen Leistungen sind auch eine Kopfsache, obwohl Lucas „nicht alles darauf schieben“ will. Doch er ergänzt: „Das ist natürlich auch ein Problem.“ Genau wie die individuellen Patzer, die RWE zuletzt in Rödinghausen auf die Verliererstraße brachten. Lucas: „Eine Änderung müssen wir vornehmen, zudem schweben mir noch zwei weitere Wechsel vor.“

Denn auch dem Interimstrainer ist nicht verborgen geblieben, woran es zuletzt haperte: „Ich fand die erste Hälfte in Rödinghausen nicht so schlecht, aber mit Ball waren wir sehr mut- und ideenlos. Dann wird es schwierig, das auf den Platz zu bringen, was wir eigentlich wollten. Wir haben derzeit eine große Diskrepanz zwischen Trainingsqualität und dem, was wir im Wettkampf anbieten. Da müssen wir uns schnell verbessern.“

Autor: Christian Brausch

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