02.10.2017

RWE-Trainersuche

Drei Namen stehen auf der Liste

Foto: Michael Ketzer

Rot-Weiss Essen hat am Sonntag die Reißleine gezogen und sich von Sven Demandt getrennt.

Der 52-jährige gebürtige Kölner heuerte am 16. April an der Essener Hafenstraße an. Nach 64 Pflichtspielen (1,69 Zähler pro Partie) und einem verkorksten Start in die Regionalliga-Saison 2017/18 mit nur zwei Siegen aus elf Partien musste Demandt seinen Hut nehmen. Seit Sonntagnachmittag läuft die Suche nach einem Nachfolger auf Hochtouren.

Aktuell wird die Mannschaft von Manager Jürgen Lucas, Torwartrainer Manuel Lenz, dem bisherigen Demandt-Assistenten Carsten Wolters und U19-Trainer Damian Apfeld betreut. Zeitnah will RWE einen Demandt-Nachfolger präsentieren. "Wir befinden uns in Gesprächen und suchen die bestmögliche Lösung für Rot-Weiss Essen. Mehr werde ich an dieser Stelle auch nicht sagen. Es wird von mir keinerlei Kommentare zu irgendwelchen Namen und Gerüchten geben", betont Lucas auf RevierSport-Nachfrage.

Walpurgis und Koschinat nicht realisierbar

Nach Informationen dieser Redaktion sollen drei Trainer im Blickfeld der Essener stehen. Maik Walpurgis (zuletzt FC Ingolstadt) und Uwe Koschinat, der mit Fortuna Köln in der 3. Liga für Furore sorgt, gehören nicht dazu. Bei beiden soll RWE lose angefragt, aber auch schnell wieder Abstand von diesen Namen genommen haben. Grund: Sowohl Walpurgis als auch Koschinat sind finanziell für Rot-Weiss Essen nicht zu realisieren.

Anders sieht es da bei Farat Toku (SG Wattenscheid 09) und Andreas Zimmermann (zuletzt Rot-Weiß Oberhausen) aus. Der 47-jährige Fußballlehrer ist nach rund zwei Jahren als RWO-Trainer seit dem 16. August 2016 ohne Job. RWE soll bereits bei seinem Berater Klaus Berge, Ex-RWE-Trainer, angefragt haben. Zimmermann, der in der Saison 2002/03 für RWE die Schuhe schnürte, soll Interesse bekunden. Äußern wollte er sich zu dem Thema nicht. Oberhausen führte Zimmermann in der Saison 2014/15 auf Platz vier und die Spielzeit darauf auf Platz fünf.

Auch Toku, der in Wattenscheid unter Vertrag steht, aber jederzeit aufgrund einer Ausstiegsklausel den Verein verlassen könnte, will sich zu den Spekulationen nicht äußern. RS weiß aber: Der 37-jährige A-Lizenzinhaber gehört zu den drei heißen Kandidaten, die auf der RWE-Liste stehen. Einziges Problem: Toku ist nicht im Besitz der Fußballlehrer-Lizenz. Die RWE-Verantwortlichen sollen nach unseren Infos aber eine Lösung mit einem Fußballlehrer, wie es auch Demandt, Marc Fascher und Jan Siewert waren, bevorzugen.

Fußballlehrer hin oder her: Toku leistet an der Wattenscheider Lohrheide seit seinem Amtsantritt am 1. Januar 2015 hervorragende Arbeit. Mit sehr begrenzten finanziellen Mitteln führte der ehemalige Münster-Profi die SG zweimal hintereinander auf Platz sieben in der Regionalliga West und führte die 09er in der Saison 2016/17 zum Westfalenpokal-Sieg und der damit verbundenen DFB-Pokal-Qualifikation. Zuletzt lehnte der Bochumer Junge ein Angebot des VfB Oldenburg ab.

Neben Zimmermann und Toku soll es noch einen dritten Kandidaten geben - RS bleibt dran!

Autor: Krystian Wozniak

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