23.09.2017

BVB-Noten

Philipp und Aubameyang überragen gegen Gladbach

Foto: firo

Mit 6:1 gewann der BVB, auch in der Höhe war das absolut verdient – weil zwei Angreifer einen herausragenden Tag erwischten.
Dortmund.

Die Einzelkritik im Überblick:

Roman Bürki (3): Hatte wenig zu tun, musste lediglich zwei zu zentrale Schüsse von Hazaard abwehren (10., 43.).

Lukas Piszczek (3 - bis 69.): Kurbelte in der Anfangsphase gemeinsam mit Pulisic viel über rechts an, später wurde das weniger. Defensiv eigentlich ohne größere Probleme – hätte aber mit seinem schlimmen Fehlpass Gladbach fast den Anschlusstreffer ermöglicht (43.).

Sokratis (2 - bis 83.): Defensiv sicher, allerdings auch erstaunlich selten gefordert. Die Ausrufezeichen setzte er am gegnerischen Strafraum: Seinen Dropkick von der Strafraumgrenze hielt Sippel (19.), sein Pass auf Philipp, der das 3:0 einleitete, war sensationell gut. Allein beim Gegentreffer sah er nicht überzeugend aus (66.).

Ömer Toprak (2): Siehe Sokratis. In seinem Fall aber war es ein langer Ball auf Götze, der begeisterte – der aber wegen einer Sippel-Glanztat nicht zu einem Tor führte (25.).

Jeremy Toljan (3): Hatte defensiv einige Probleme auf seiner linken Abwehrseite, dokumentiert etwa in einem gefährlichen Ballverlust gegen Stindl (35.) oder einer Szene, in der ihn Hazard schwindlig dribbelte (57.). Nach vorne besser, bereitete das 2:0 mit überlegtem Querpass vor (38.).

Mario Götze (2,5): Von den drei Mittelfeldspielern insgesamt der diskreteste – obwohl auch er gute Szenen hatte: Legte per Kopf gedankenschnell auf Aubameyang ab (25.) und bereitete per Freistoß dessen Treffer zum 4:0 vor (49.).

Julian Weigl (1,5): Erstmals in dieser Saison stand der Nationalspieler in der Startelf. Er brauchte etwa eine Viertelstunde, um ins Spiel zu kommen, sein Ballverlust gegen Stindl führte zur ersten Gladbacher Großchance (10.). Auch Trainer Bosz bedeutete ihm mehrfach gestenreich, er solle weiter vorne spielen. Und dann wurde es tatsächlich wesentlich besser, Weigl spielte viele gute Pässe nach vorn.e Unter anderem leitete er das 1:0 mit perfektem Steilpass auf Aubameyang ein (28.) – und traf mit herrlichem Schuss zum 6:1 (79.). Einziger Vorwurf, der ihm zu machen ist: Vor dem Gegentreffer tanzte ihn Hazard aus (66.)

Mahmoud Dahoud (2): Erstmals trat der U21-Nationalspieler gegen seinen früheren Klub Gladbach an – und er machte sein bislang bestes Spiel für die schwarz-gelbe Borussia. Und das nicht nur, weil er das 2:0 mit einer Balleroberung einleitete. Dahoud spielte gute Pässe, verlagerte immer wieder klug das Spiel, war im Gegenpressing giftig – und bereitete das 5:0 vor (62.).

Christian Pulisic (2,5 - bis 64.): In der Anfangsphase sorgte er über die rechte Seite für die auffälligsten BVB-Szenen, Gladbachs Linksverteidiger Wendt hatte seine liebe Mühe mit ihm. Nahm sich dann eine schöpferische Pause, drehte aber in Duchgang zwei wieder auf. Einziger Vorwurf: Den vielen guten Aktionen entsprang nichts Zählbares.

Pierre-Emerick Aubameyang (1): Anfangs hatte er noch das Pech an den Schlappen kleben: Zweimal hielt Sippel brillant gegen ihn (25., 43.), mal landete sein Schuss am Pfosten (26.). Stark aber seine Flanke auf Philipp zum 1:0 (28.) – und in der zweiten Halbzeit kam er doch noch zu seinen Treffern (45., 49., 62.).

Maximilian Philipp (1): Wieder einmal ein Riesenspiel des Neuzugangs, zwei Tore und eine Vorlage sprechen für sich. Schon in seinen ersten Spielen war er weite Wege gegangen und hatte Räume aufgerissen. Inzwischen haben sich seine Mitspieler offenbar auf die Laufwege eingestellt, zudem nutzt Philipp seine Chancen. In dieser Form ein richtig starker Neuzugang.

Shinji Kagawa (ab 64.): Kam für Pulisic. Ohne Note
Dan-Axel Zagadou (ab 69.): Kam für Piszczek. Ohne Note
Marc Bartra (ab 83.): Kam für Sokratis. Ohne Note

Autor: Sebastian Weßling

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