23.09.2017

Schalke

Ersatzgeschwächtes Team unterliegt in Hoffenheim

Foto: firo

Schalke 04 hat das Minimalziel in der englischen Woche verfehlt. Durch das 0:2 (0:1) bei der TSG Hoffenheim stehen aus drei Spielen nur drei Zähler zu Buche.

Am letzten Wochenende hatte es einen 2:1-Sieg in Bremen gegeben, danach folgte das 0:3 zuhause gegen Bayern München. In Hoffenheim standen sich die Königsblauen selbst im Weg, weil sie in einer starken zweiten Halbzeit zahlreiche Top-Chancen ungenutzt ließen.

Schalkes Trainer Domenico Tedesco musste sein Team beim Auswärtsspiel in Sinsheim umstellen. Mittelfeld-Herzstück Leon Goretzka saß wegen Problemen mit den Atemwegen nur auf der Bank. Für ihn rückte Max Meyer in die Startelf. Nabil Bentaleb (muskuläre Probleme) wurde nicht rechtzeitig fit. Auch Linksverteidiger Bastian Oczipka musste passen. Der Ex-Frankfurter lag mit einem Infekt flach.

Tedesco beorderte neben Meyer auch Franco Di Santo, Yevhen Konoplyanka und Benjamin Stambouli neu in die Startelf. Schalke kam gut in die Partie und wartete nach sieben Minuten vergeblich auf den Elfmeterpfiff, als Kevin Vogt Amine Harit im Strafraum zu Fall brachte. Schiedsrichter Sascha Stegemann entschied sofort auf Weiterspielen. S04-Torwart Ralf Fährmann musste 180 Sekunden später mit einem Reflex klären, als Havard Nordtveit gefährlich frei zum Kopfball kam.
Nach 13 Minuten war Fährmann machtlos. Schalke bekam an der Seitenlinie einen harmlosen Ball nicht geklärt. Benjamin Stambouli verlor das Duell mit Steven Zuber. Anschließend orientierten sich drei Königsblaue auf den ballführenden Zuber, der mit einem Querpass den freistehenden Dennis Geiger bediente. Dessen Flachschuss schlug im linken Eck ein.

Schalke bemühte sich um eine direkte Antwort und wurde dabei erstaunlicherweise vom jüngsten Spieler immer wieder gepusht. Weston McKennie, gerade aus der Knappenschmiede nach oben gezogen, verfehlte in der 27. Minute nur knapp den TSG-Kasten. Zwar gelang McKennie im Mittelfeld längst nicht alles, aber der US-Boy wirkte tatendurstiger als Max Meyer, von dem man in solchen Spielen eigentlich ein dominanteres Auftreten erwartet.

Ein Solo von Daniel Caligiuri, bei dem ihm am Ende die Power für einen präzisen Schuss fehlte, ließ die Schalke-Fans erneut auf den Ausgleich hoffen (33.), aber Torwart Oliver Baumann parierte im Nachfassen. In den von Fehlern auf beiden Seiten überhäuften Endphase der ersten Halbzeit hattte Hoffenheim die Chance zum 2:0. Serge Gnabrys Direktabnahme flog aber über das Gäste-Tor (45+1).

Unmittelbar nach Seitenwechsel vergab Yevhen Konoplyanka, der von Max Meyer im Strafraum bedient wurde und zunächst geblockt wurde, die Riesen-Chance zum Ausgleich. Sein Heber über den am Boden liegenden Baumann tropfte von der Latte ins Feld zurück (49.). Kurz darauf die nächste dicke Chance zum 1:1: Solo Harit, feiner Pass auf Konoplyanka, Drehschuss haarscharf am langen Pfosten vorbei (55.). Sekunden später fast die identische Szene: Pass Harit, Schuss Guido Burgstaller – ebenfalls ganz knapp am langen Eck vorbei (56.). Auf der Gegenseite hatte Schalke Glück, dass Hoffenheims Mark Uth gegen den herausstürzenden Ralf Fährmann nur den Außenpfosten traf (57.).

In der Endphase zog Trainer Tedesco mit Leon Goretzka und Breel Embolo seine Trumpfkarten, um das Spiel doch noch zu drehen. Nach Kopfball-Verlängerung von Naldo rutschte Burgstaller in den Ball, traf aber aus kurzer Distanz über das Tor (82.). In der Nachspielzeit machte Hoffenheim alles klar, nachdem Ralf Fährmann an einem langen Ball vorbeitrat und Lukas Rupp ins leere Tor schob (90+3).

Autor: Thomas Tartemann

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