Schwindel?

VfL-Trainer zweifelt Alter von BVB-Talent an

Hendrik Steimann
20. August 2017, 15:57 Uhr

Foto: Getty

Der zwölfjährige Youssoufa Moukoko sorgt in der U17-Bundesliga für Furore. Doch es gibt Zweifel am Alter des BVB-Talents. In den sozialen Medien wird diskutiert.

Mit 16 Jahren, elf Monaten und einem Tag wurde Nuri Sahin am 6. September 2005 zum jüngsten Spieler der Bundesliga-Geschichte. Seit einigen Tagen macht erneut ein Nachwuchsspieler von Borussia Dortmund auf sich aufmerksam. Der zwölfjährige Youssoufa Moukoko spielt bereits in der U17 des BVB und hat an den ersten drei Spieltagen der Junioren-Bundesliga acht Tore geschossen.

Ob er wirklich erst zwölf Jahre ist, sei mal dahingestellt. Für mich ist er genauso alt wie meine Jungs
Christian Mollocher, U17-Trainer des VfL Bochum

Doch ist dieser Wunderknabe tatsächlich zwölf Jahre alt? Nicht jeder glaubt daran. Die Zuschauer beim Revierderby zwischen dem BVB und dem VfL, das die Dortmunder am Mittwoch dank eines Moukoko-Doppelpacks mit 3:0 gewannen, kommentierten die Tore des Wunderkinds teilweise hämisch: „Na klar, der ist sicher erst zwölf“, sagten einige lachend. Andere denken, dass er körperlich für einen Zwölfjährigen zu weit entwickelt ist. Es gibt aber auch wenige, die ihm sein Alter abnehmen. „Er hat schon noch ein Babyface“, merkte beispielsweise ein Zuschauer an.

Geburtsurkunde soll das Alter bestätigen

Christian Mollocher, U17-Trainer des VfL Bochum, stellt das Geburtsjahr infrage. „Ob er wirklich erst zwölf Jahre ist, sei mal dahingestellt. Für mich ist er genauso alt wie meine Jungs. Wahrscheinlich wird er in Zukunft U17-Torschützenkönig.“ Auch in den sozialen Netzwerken wird das Alter des BVB-Juwels diskutiert. Der Tenor: so wirklich nimmt ihm keiner ab, dass er zwölf ist.

Doch es gebe eine Geburtsurkunde, die seinen Geburtstag (20.11.2004) bestätigen soll, äußerte Moukokos Vater gegenüber der Bild. Er und die offenbar erst 28 Jahre alte Mutter wohnen in Hamburg, wo Moukoko bis Sommer 2016 in der Jugend des FC St. Pauli aktiv war. Sie schauen sich die Spiele ihres Sohnes an, wenn es die Zeit erlaubt. In Dortmund lebt der Zwölfjährige bei Gasteltern.

Autor: Hendrik Steimann

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