TSG Sprockhövel

Torhüter Möllerke ist der Pokalheld

Tobias Hinne-Schneider
17. August 2017, 08:24 Uhr
Foto: Volker Speckenwirth

Foto: Volker Speckenwirth

Mit drei gehaltenen Elfmetern avancierte TSG Sprockhövels Torhüter Sven Möllerke (21) im Elfmeterschießen des Westfalenpokals gegen die SG Wattenscheid zum Pokalhelden.

In der 120. Minute hätte das Pokalabenteuer für die TSG Sprockhövel ein jähes Ende finden können, denn der SG Wattenscheid bot sich die große Möglichkeit, das Spiel noch in der Verlängerung für sich zu entscheiden: Emre Demircan tauchte völlig frei vor TSG-Torwart Sven Möllerke auf, doch der drehte den Ball mit einem starken Reflex noch um den Pfosten. Anschließend beendete der Unparteiische die Partie und Möllerke wurde im Elfmeterschießen für die SGW-Akteure zur unüberwindbaren Hürde.

Jeffry Obst war der erste Schütze des Regionalligisten, der mit einem platzierten Schuss in die linke Ecke an Möllerke scheiterte. Norman Jakubowski war als nächstes an der Reihe, doch auch der Innenverteidiger zeigte Nerven und setzte den Ball über den Querbalken. Beim dritten Elfmeter der Gäste bekam Möllerke noch einen Tipp von Xhino Kadiu mit auf den Weg: "Xhino sagte mir, wenn Emre Demircan in die linke Ecke guckt, dann schießt er flach in die rechte. Darauf habe ich mich dann einfach verlassen. Deswegen hat er auch großen Anteil an der letzten Parade." Kadiu war es anschließend auch, der Sprockhövel endgültig in die nächste Runde beförderte.

Der 21-jährige Möllerke, der nach dem Abgang von Robin Benz zum KFC Uerdingen der neue Stammtorhüter der TSG ist, wurde nach dem Spiel von allen Seiten gelobt. Innenverteidiger Jan-Niklas Budde war heilfroh, dass sein Schlussmann einen guten Tag erwischt hatte: "Dass er alle drei Elfmeter hält, das ist schon eine echte Hausmarke. Für uns an der Mittellinie war es eine geile Erfahrung, denn sowas bekommt man nicht allzu oft zu sehen."

TSG-Trainer Andrius Balaika wollte die Leistung seines Torwarts nicht auf das Elfmeterschießen reduzieren: "Sven strahlt sehr viel Ruhe und Souveränität aus, das hilft uns in vielen Situationen. Schon im Spiel hat er es ein paar Mal sehr gut gemacht."

Bereits in der letzten Saison durfte Möllerke regelmäßig Spielpraxis sammeln, immerhin zehnmal stand er in der Regionalliga zwischen den Pfosten. Ausgebildet wurde er in der Jugend von RW Ahlen, über den SC Weitmar ging es dann weiter an die Eickerstraße in Sprockhövel. In der nächsten Saison will sich Möllerke als Stammtorhüter etablieren: "Das erste Saisonspiel haben wir als Mannschaft abgehakt, das ist blöd gelaufen. Wichtig ist, dass wir die Euphorie mit in den Ligaalltag nehmen und uns dann am Wochenende die ersten Punkte holen."

Autor: Tobias Hinne-Schneider

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