08.08.2017

TuS Erndtebrück

Rekordkulisse gegen den Vorjahresfinalisten

Foto: Tillmann

Am kommenden Samstag (15:30 Uhr) trifft Regionalligist TuS Erndtebrück im DFB-Pokal auf Eintracht Frankfurt. Für den Klub ist es das wohl größte Spiel der Vereinsgeschichte.

Vor sechs Tagen waren bereits 11.000 Tickets für das Erstrundenspiel gegen die Kovac-Elf vergriffen - am Dienstag endet der Vorverkauf. "Wir hoffen auf 15.000 Fans", zeigt sich Erndtebrück-Trainer Florian Schnorrenberg im Vorfeld der Partie optimistisch. Eines steht schon fest: Für den Regionalligisten wird es das Spiel mit der bisher größten Kulisse der Klub-Historie sein. "Gegen Darmstadt waren vor zwei Jahren 8.000 Zuschauer vor Ort", sagt der 40-jährige Schnorrenberg zurückblickend auf die DFB-Pokalpartie vom 07.08.2015. Diese Marke haben sie längst übertroffen - Tendenz weiterhin steigend.

Die Vorfreude ist riesig.
Florian Schnorrenberg

In der Saison 2015/2016 setzte sich der damalige Bundesligist aus Darmstadt trotz weniger Torschüsse (12:20) mit 5:0 gegen Erndtebrück durch. Zwei Jahre später trifft der TuS im Leimbachstadion in Siegen somit erneut auf einen Erstligisten aus Hessen - und auf den Finalisten der abgelaufenen DFB-Pokal-Saison. Mit der Rekordkulisse im Nacken gibt sich der in der noch jungen Saison ungeschlagene Regionalligist vor dem ungleichen Duell kämpferisch. "Die Kulisse soll uns beflügeln, damit wir den Respekt schnellstmöglich ablegen können - die Vorfreude ist riesig."

Bei Westfalia Rhynern haben sie vergangenen Sonntag einen Punkt geholt. "Wir haben erst einmal dieses Spiel aufgearbeitet." Nach Rhynern kommt es jetzt also zum Aufeinandertreffen mit einem ganz anderen Kaliber. "Die individuelle Klasse der Frankfurter ist schwer zu stoppen", weiß der Trainer die Qualität des kommenden Gegners einzuschätzen, den er mit einer 4-4-2-Formation erwartet.

Gegen den SV Darmstadt 98 haben damals zwei schnelle Gegentore durch Sailer und Stroh-Engel das Pokal-Aus frühzeitig besiegelt. Gegen die Eintracht, die Schnorrenberg als "absolutes Glückslos" bezeichnet, möchten sie die Null am Samstag daher so lange wie möglich halten. "Wir möchten Ruhe am Ball verspüren und immer wieder für Entlastung sorgen", gibt der Fußballlehrer den Match-Plan vor. Verrückt lässt er sich trotz des namhaften Gegners aber nicht machen: "Anspannung ist noch keine da."

Das ist ein absolutes Novum.
Florian Schnorrenberg

Ohne Anspannung und ohne Druck werden sie das Spiel angehen wie jedes andere. "Wir müssen die Woche so normal wie möglich bestreiten, um nicht zu übermotiviert in das Spiel zu gehen." Erndtebrück werde sich jedoch auch so professionell wie möglich auf das Spiel vorbereiten: "Wir werden in dieser Woche drei Mal um 15:30 Uhr auf Rasen trainieren. Das ist ein absolutes Novum." Möglicherweise sorgen die beiden Umstände - eine rekordverdächtige Kulisse und eine eher unübliche Vorbereitungsphase - für eine weitere Überraschung im DFB-Pokal.

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