Einen hochverdienten Sieger fand die Fußball-Stadtmeisterschaft um den „Lueg-Cup“ am Samstag im Bezirksligisten SV Herbede.

Stadtmeisterschaft

SV Herbede setzt Plan perfekt um

Oliver Schinkewitz
31. Juli 2017, 07:11 Uhr
Foto: Jürgen Theobald

Foto: Jürgen Theobald

Einen hochverdienten Sieger fand die Fußball-Stadtmeisterschaft um den „Lueg-Cup“ am Samstag im Bezirksligisten SV Herbede.

Drei Partien in der Endrunde, dreimal blieben die Schwarz-Weißen von der Kemnade ohne Gegentreffer - das war ganz souverän. Auch im Finale gegen den SV Bommern 05 ließ der SVH nichts anbrennen, holte mit einem 2:0-Sieg den „Pott“.

„Die Herbeder haben Wort gehalten“, erklärte Fachschaftsleiter Georg Fehrentz bei der Siegerehrung vor nur noch spärlichem Publikum auf dem Husemannplatz. Co-Trainer Julian Zimmer hatte im WAZ-Interview vorab noch einmal betont, dass man zu dieser Endrunde fahre, um sich den Titel zu sichern. Bei der Konkurrenz war davon überhaupt nichts zu vernehmen, vielen schien allein der Termin für das Stadtmeisterschafts-Turnier eher lästig zu sein.
Was die Herbeder am Samstag ablieferten, war hingegen richtig stark - auch Vorsitzender Marcus Hahn war „sehr beeindruckt“ von der Vorstellung seines SVH, der nicht nur defensiv ganz sicher stand, in den 120 Minuten kein Tor zuließ, sondern auch im Angriff immer wieder kluge Antworten wusste, den nötigen Biss vor dem gegnerischen Kasten entwickelte.

Nach den ersten Erfolgen über den VfB Annen (2:0) und das hoch gewettete TuRa Rüdinghausen (3:0) schafften es die Schwarz-Weißen, auch im Endspiel gegen den SV Bommern 05 die Konzentration hoch zu halten, die letzten Reserven zu mobilisieren. Die erste richtig gute Chance bot sich allerdings den Kickern vom Goltenbusch. Schon in der ersten Spielminute zog Maurice Tytko, der ein starkes Turnier spielte, auf der rechten Außenbahn auf und davon, scheiterte aber am aufmerksamen Keeper Daniel Schmitz.

Mit zunehmender Spieldauer bekam der SVH das Geschehen aber in den Griff, war die überlegene Mannschaft. Doch erst nach einer Viertelstunde gab’s eine richtig gute Chance, als Keeper Kevin Gensch vor Gianluca Silberbach rettete. Hektisch wurde es kurz vor dem Seitenwechsel: Trubel im Bommeraner Fünfmeterraum, der SVB wollte ein Foulspiel gesehen haben - einen Pfiff aber gab’s nicht, und so drückte Silberbach den Ball zum 1:0 über die Linie (20.).

Zerfahren war die Partie im zweiten Abschnitt, Maik Szappanos verpasste eine Vorentscheidung bei seinem Kopfball (23.), dann zielte Bommerns Valentino Zeko per Kopf neben das Tor (32.). Kurz vor Schluss die endgültige Entscheidung: Nach einem Konter über Oilid Hammouda traf Marvin Pänkert zum 2:0 (39.), wenig später jubelten die SVH-Akteure ausgelassen ob des Titelgewinns. „Wir haben ein richtig gutes Turnier gespielt. Unser Trainer Benjamin Knoche hat daran sicher entscheidenden Anteil, denn seine taktischen Varianten haben heute prima funktioniert“, freute sich Julian Zimmer, während SVB-Coach André Glosse dem „verdienten Sieger“ fair zum Erfolg gratulierte.

Autor: Oliver Schinkewitz

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