22.06.2017

Regionalliga

Verband verweigert Rhynern die Lizenz

Foto: Thorsten Tillmann

Der Westdeutsche Fußballverband (WDFV) hat Oberliga-Vizemeister Westfalia Rhynern die Lizenz für die Regionalliga verweigert.

Das ist bitter für Westfalia Rhynern. Der Tabellenzweite der Oberliga Westfalen erhält keine Lizenz für die Regionalliga. Das entschied der für die Lizenzierung verantwortliche Westdeutsche Fußballverband am Dienstag, 20. Juni. Der Hammer Klub hatte sich sportlich für die vierthöchste Spielklasse qualifiziert.

Allerdings, so begründet der Verband, habe Rhynern die Bedingung, dass Spiele mit erhöhtem Risiko in der EVORA-Arena des Stadtrivalen Hammer SpVg. mit der entsprechenden Unbedenklichkeitsbescheinigung von der Stadt Hamm und der zuständigen Polizeibehörde stattfinden können, nicht erfüllt. Aus diesem Grund wurde wegen der Nichterfüllung der Sicherheits-Mindeststandards die Zulassung verweigert.

Nach Auskunft des WDFV war dem Klub diese Bedingung auferlegt worden. Bis zum 31. Mai hätte sie erfüllt werden müssen.

Innerhalb von drei Tagen kann Westfalia Rhynern gegen den Beschluss Rechtsmittel einlegen. Dafür bliebe der Weg der Beschwerde. Beim Verband ist allerdings noch keine entsprechende Nachricht eingegangen.

Bliebe der WDFV bei dieser Entscheidung, wäre Rot Weiss Ahlen der lachende Dritte. Wie Regionalliga-Spielleiter Reinhold Spohn gegenüber dieser Redaktion betonte, bleiben die Wersestädter in der kommenden Saison Regionalligist. Diese Regelung ist in den Durchführungsbestimmungen der Liga manifestiert.

Denn der Oberliga-Dritte, die Hammer SpVg., steht vor dem gleichen Problem wie Stadtnachbar Rhynern: Der Klub würde die Risiko-Spiele ebenfalls in der EVORA-Arena austragen. Der TSV Marl-Hüls, der die Saison hinter den drei Spitzen-Teams abgeschlossen hat, hat keine Lizenz für die Regionalliga beantragt.

RW Ahlen, der als 15. der Vorsaison sportlich abgestiegen ist, hat die Unterlagen für die Lizenzierung übrigens eingereicht. Der Verband hat die Lizenz erteilt. "Rot Weiss Ahlen hat uns gegenüber bestätigt, dass sie in der nächsten Saison weiterhin in der Regionalliga spielen wollen", erklärte Spielleiter Spohn.

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