22.05.2017

MSV-Frauen

Auch die Co-Trainer wechseln nach Köln

Foto: Fabian Strauch

Peter Mohnhaupt drehte noch einmal das ganz große Rad.

Vor dem finalen Kick der MSV-Frauen gegen Turbine Potsdam verabschiedete der Geschäftsführer der Zebras zusammen mit Vorstandsmitglied Udo Kirmse die scheidenden Spielerinnen und das Trainergespann und bedankte sich dann per Mikrofon für „eine endgeile Saison“. Nun, das war es dann jetzt wohl eher nicht. Am Ende holte der MSV Duisburg sogar einen Punkt weniger als vor zwei Jahren in der Abstiegssaison. Trotzdem durfte vor und nach dem 1:2 (1:1) gegen Potsdam der Klassenerhalt gefeiert werden.

Vier Spielerinnen hätten Blumen erhalten sollen – nur zwei konnten sie aber mit nach Hause nehmen. Die erkrankte Anna Fliege, die es zum VfL Sindelfingen zieht, fehlte ebenso wie die ohne große Eindrücke gebliebene Österreicherin Simona Koren. Selina Boveleth erhält ein Stipendium an der Limestone University in South Carolina, wird aber während der Semesterferien dem MSV-Kader angehören. Sandra Betschart steht berufsbedingt vor der Rückkehr in die Schweiz.

Dass Cheftrainerin Inka Grings zum männlichen Nachwuchs von Viktoria Köln wechselt, war bekannt gewesen; sie nimmt aber auch gleich ihren kompletten Stab mit in die Domstadt. Andreas Billetter bleibt dort ihr Assistent, Andreas Kontra wird in Köln die U-19- und U-17-Torhüter schulen.

Gern hätte sich das Trio mit dem ersten Heimsieg der Rückrunde verabschiedet. Der lag sogar anfangs in der Luft, als Steffi Weichelt nach einem starken Pass von Lisa Makas Nationalverteidigerin Bianca Schmidt davonsprintete und nach 29 Minuten zum 1:0 abschloss. Der Plan, die Führung mit in die Pause zu nehmen, scheiterte knapp: Nach einem Freistoß von Elise Kellond-Knight bekam die Abwehr den Ball nicht weg, der letztlich irgendwie über die Linie trudelte. Als offizielle Torschützin wurde Felicitas Rauch angegeben.

Torhüterin Lisa Klostermann, die ein Debüt mit Licht und Schatten erlebte, parierte nach dem Wechsel zweimal stark gegen Lia Wälti und Inka Wesely, agierte dann aber zu zaghaft, als Laura Lindner in der 70. Minute eine Hereingabe von Tabea Kemme zum 2:1 verwertete. Zu diesem Zeitpunkt stand Potsdam auf Champions-League-Platz zwei, doch Konkurrent Bayern München zog mit zwei Toren in den letzten fünf Minuten gegen die SGS Essen noch vorbei.

Autor: Thomas Kristaniak

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