Das kommt dann doch etwas überraschend: Der Sportclub Verl und Andreas Golombek werden ab sofort getrennte Wege gehen.

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Verl zieht die Notbremse - "Golo" muss gehen

Krystian Wozniak
09. April 2017, 14:25 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Das kommt dann doch etwas überraschend: Der Sportclub Verl und Andreas Golombek werden ab sofort getrennte Wege gehen.

Die 0:2-Niederlage gegen Abstiegskandidat Rot Weiss Ahlen war für die Verantwortlichen um Präsident Raimund Bertels zu viel des Guten. Er berief für Sonntag, 10.30 Uhr, eine Mannschaftssitzung ein - ohne Trainer Golombek. In dieser Sitzung soll das Aus des 48-jährigen Fußballlehrers beschlossen worden sein. Nach RS-Informationen wird Raimund Bertels das Team persönlich in den letzten sechs Ligaspielen führen. Das will der Verein am Montag, 16 Uhr, auf einer Pressekonferenz bekanntgeben. Der SC Verl liegt aktuell sieben Punkte vor dem ersten Nichtabstiegsplatz. Doch Schalke II, das diesen Rang belegt, hat gegenüber Verl noch zwei Partien in der Hinterhand.

Der populäre "Golo" war seit dem 1. Juli 2013 an der Poststraße als Cheftrainer der ersten Mannschaft verantwortlich. Unter seiner Führung gab es für den Sportclub Verl 65 Siege, 34 Remis und 52 Niederlagen. Er verabschiedet sich aus Verl mit einem Punkteschnitt von 1,52 Zählern pro Begegnung. Aus neun Spielen im Jahr 2017 holte Verl nur neun Punkte. Diese magere Ausbeute sollte dem Ex-Profi Golombek letztendlich zum Verhängnis werden.

Bereits zu Beginn des Jahres hatten die Verler und Golombek der Öffentlichkeit mitgeteilt, dass der gebürtige Amshausener den Verein zum Saisonende verlassen wird. Guerino Capretti, ehemaliger Spieler des SCV und zuletzt Trainer des Delbrücker SC, wird ab dem 1. Juli an der Poststraße übernehmen.

UPDATE: Offizielle Erklärung des Verler Präsidenten Raimund Bertels: "Er hat wirklich gute Arbeit hier geleistet, aber wir müssen versuchen, neue Impulse zu setzen."

Autor: Krystian Wozniak

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