27.03.2017

Dortmund

Piszczek will nur noch für den BVB spielen

Foto: firo

Lukasz Piszczek ist ein Verteidiger der Sorte Sturm und Drang.

Kaum ein Defensivspieler beackert in der Bundesliga die rechte Außenbahn mit so viel Offensivgeist wie der 31 Jahre alte Pole von Borussia Dortmund. Was Thomas Tuchel, Trainer der Schwarz-Gelben, in dieser Saison schon viel Freude bereitet hat, sorgte am Sonntagabend auch bei seinem Nationaltrainer Adam Nawalka für grenzenlosen Jubel: Piszczek erzielte in der Schlussphase des WM-Qualifikationsspiels gegen Montenegro den 2:1-Siegtreffer. Die Polen marschieren durch den Auswärtssieg unaufhaltsam in Richtung WM 2018 in Russland.

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Weit auf der rechten Seite aufgerückt, sprintete Piszczek in den Sechszehner der Montenegriner und überlupfte wenige Minuten vor dem Ende den Torhüter der Gastgeber zum 2:1. Nie waren die offensiven Ausflüge des Dortmunders so ertragreich wie in dieser Saison. Für den BVB traf Piszczek schon fünfmal in der Bundesliga, legte den Vereinskollegen viermal zum erfolgreichen Abschluss auf. Kein Wunder, dass Thomas Tuchel nach dem 3:0 über den VfL Wolfsburg Mitte Februar eine Lobeshymne auf den Polen sang: „Ich liebe ihn. Als Persönlichkeit und als Mensch. Es vergeht kein Tag, an dem er nicht mit einem Lächeln zu uns kommt. Er ist so professionell, ein toller Familienmensch. Ich habe das Gefühl, dass er sich im Moment sehr wohl fühlt. Er ist ein Vorbild, wie man es sich nur wünschen kann, verkörpert alles, was den BVB auszeichnet und wofür der BVB stehen soll. “

Und weil er sich so wohl fühlt in Dortmund, kann sich Piszczek auch vorstellen, seinen 2018 auslaufenden Vertrag zu verlängern. „Ich bin sehr zufrieden in Dortmund, ich will nirgendwo anders hingehen“, sagte er nun dem polnischen Internetportal Polsatsport.pl. BVB-Sportdirektor sagte dem Kicker, wie zufrieden der Verein mit dem 2010 von Hertha BSC verpflichteten Polen ist: „Er hat seine neue Rolle in unserer Dreierkette sehr gut angenommen.“ Wie der Kicker berichtet, soll Borussia daran interessiert sein, das Arbeitspapier vorzeitig bis 2019 zu verlängern.

Dass Piszczek beim BVB inzwischen in der Liste der Dienstältesten an vierter Stelle hinter Roman Weidenfeller (2002), Marcel Schmelzer (2005) und Sven Bender (2009) rangiert, ist nicht selbstverständlich. Eine komplizierte Hüft-OP im Jahr 2013 habe ihm schon viel Lust am Fußball genommen, verriet Piszczek Polsatsport.pl: „Ich hatte große Probleme, meine Form wiederzufinden. Es dauerte eineinhalb Jahre, bis ich wieder so gut spielte wie vor der Verletzung. Das kostete unheimlich viel Arbeit.“ Arbeit, die sich in dieser Saison auszahlt – beim BVB und in der Nationalmannschaft.

Autor: ab

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