21.02.2017

Gegen Saloniki

Schalke behält sich Fahnenverbot vor

Foto: firo

Am Mittwoch empfängt der FC Schalke 04 PAOK Saloniki zum Rückspiel der Europa-League-Zwischenrunde.

Ein Großaufgebot der Polizei sowie der Verzicht auf Provokationen sollen dabei helfen, die als Hochrisikospiel eingestufte Partie reibungslos über die Bühne zu bringen.

Dazu will sich der FC Schalke 04 offenbar auch vorbehalten, mazedonische Fahnen am Einlass zum Stadion einzukassieren. In einer Mitteilung an die Fans beruft sich der Vorstand dabei auf seine Stadionordnung, in der das „Mitführen von Fanutensilien, soweit diese zur Provokation anderer Fangruppen genutzt werden“ untersagt wird. Der Ordnungsdienst sei daher angehalten, Gegenstände, die ausschließlich zum Zwecke der Provokation mitgeführt werden, nicht zuzulassen. Dabei setze der Vorstand jedoch „ausdrücklich auf Verständnis, Vernunft und Freiwilligkeit aller Schalker.“

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Offenbar fürchtet der Verein, dass einige Fans auf die Vorkommnissen rund um das Hinspiel in Griechenland mit Provokationen durch mazedonische Fahnen reagieren könnten. Daher appelliert der Vorstand an die Schalker Anhänger: „Als „Jetzt erst recht“-Aktion und Retourkutsche mit Fahnen zu provozieren, egal für wie legitim sie auch gehalten werden, wäre für uns als Verein ebenso wenig nachvollziehbar wie Gewalt oder Provokation seitens der Gäste.“

Bei den Fans hingegen kommt diese Maßnahme alles andere als gut an. So hätte sich die Königsblaue Hilfe gewünscht, „dass sich der Verein schützend vor seine Fans gestellt hätte. Worte wie „Wir stehen zu unseren Anhängern und sie dürfen alles mit sich führen, was nicht verboten ist. Dazu gehört auch eine umstrittene Flagge mit dem Stern von Vergina“ wären wünschenswert gewesen.“ Zuletzt hatte Gelsenkirchens Polizeipräsidentin noch einmal betont, dass das Zeigen der mazedonischen Flagge keinen Straftatbestand darstelle.

Neben dieser umstrittenen Maßnahme soll ein Großaufgebot der Polizei die Partie absichern und eine konsequente Fantrennung gewährleisten. Dazu wird die Polizei anders als bei sonstigen Spielen auch mit mehreren Hunderschaften in der Schalker Arena vertreten sein. Dabei betonte Polizeihauptkommissar Olaf Brauweiler, dass einem Eingreifen der Polizei nicht immer eine Straftat vorangehen müsse: „Auch drohende Gefahren können unser Einschreiten zwingend erforderlich machen.“

Rund 3.500 Fans aus Griechenland werden am Mittwoch in Gelsenkirchen erwartet. Bei einem vorherigen Aufeinandertreffen der beiden Vereine im Jahr 2013 hatte eine mazedonische Flagge für einen umstrittenen Polizeieinsatz in der Schalker Nordkurve gesorgt, weil sich Gästefans angeblich provoziert gefühlt und mit einem Platzsturm gedroht hätten.

Autor: Fanzeit

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