Am kommenden Wochenende geht die Essener Hallenstadtmeisterschaft in die entscheidende Phase. 32 Vereine kämpfen im beliebten Sportpark „am Hallo“ um den Einzug in die Endrunde.

Halle Essen

Diese vier Außenseiter sind noch im Rennen

20. Januar 2017, 09:07 Uhr

Foto: Thorsten Tillmann

Am kommenden Wochenende geht die Essener Hallenstadtmeisterschaft in die entscheidende Phase. 32 Vereine kämpfen im beliebten Sportpark „am Hallo“ um den Einzug in die Endrunde.

Es war die ganz große Überraschung der ersten beiden Turnier-Wochen. Der Gehörlosen- Turn- und Sportverein Essen hat als Gruppenerster den Einzug in die Zwischenrunde gepackt. Höhepunkt des Auftritts des B-Kreisligisten war ein furioser 9:2-Sieg gegen den Bezirksligisten SuS Haarzopf. Die Leistung der gehörlosen Kicker wurde mit Standing Ovations von den Rängen bedacht. Der GTSV gehört zusammen mit den beiden anderen B-Ligisten NK Croatia und Teutonia Überruhr sowie dem Freizeitligisten Essener FC 10 zu den vier verbliebenen Außenseitern des Turniers.

Am Samstagnachmittag (ab 17:36 Uhr) möchte das Gehörlosen-Team erneut für Furore sorgen und die Essener Fußball-Elite ärgern. Der GTSV trifft auf die SpVg Schonnebeck, Al-Arz Libanon und den Geheimfavoriten Blau-Gelb Überruhr. Mit der Außenseiter-Rolle könne die Mannschaft gut leben, betont Kapitän und Leistungsträger Benjamin Christ: „Unser großes Ziel war es, zum Hallo zu kommen. Das haben wir erreicht. Diese Gruppe ist wirklich sehr stark. Aber wir werden den anderen Mannschaften die Punkte mit Sicherheit nicht schenken“, betont der ehemalige Landesliga-Spieler.

Sollte seinem Team eine erneute Sensation gelingen, stünde der gesamte Verein vor einer hohen organisatorischen Hürde. Am nächsten Wochenende tritt der GTSV bei der deutschen Futsalmeisterschaft des Gehörlosen-Sportverbandes in Frankenthal an. An diese terminliche Überschneidung möchten Christ und seine Kollegen noch nicht denken. „Wir wollen am Samstag Spaß in der Halle haben und werden alles geben. Falls es tatsächlich reichen sollte, müssen sich Trainer und Verein etwas überlegen.“

Die wohl ausgeglichenste Gruppe bekommen die Zuschauer in Stoppenberg am Sonntagmorgen zu sehen. Gleich vier Teams aus dem erweiterten Favoritenkreis treffen dann aufeinander. Der Heisinger SV, die DJK St. Winfried-Kray, der SC Türkiyemspor und der VfB Frohnhausen kämpfen um zwei Endrunden-Tickets. „Das ist die mit Abstand stärkste Gruppe der Zwischenrunde. In diesem Jahr haben wir kein Losglück“, sinniert Frohnhausens Trainer Issam Said.

In der Vorrunde bekleckerte sich der ambitionierte Bezirksligist nicht mit Ruhm. Das Team von der Raumerstraße qualifizierte sich erst als einer der beiden besten Gruppendritten für die Runde der letzten 32 Mannschaften. Said weiß, dass für sein Team ohne eine Steigerung am Sonntag Endstation ist: „Wir müssen uns um 180 Grad drehen, sonst ist das Turnier für uns vor dem letzten Wochenende beendet. Ich sehe Heisingen und Winfried Kray momentan als Favoriten dieser Gruppe. Natürlich wollen wir Paroli bieten. Wenn wir unsere Leistung abrufen, können wir es schaffen.“

Frintrop bangt um Torjäger Markus Lihs

Eine Steigerung zur Vorwoche fordert auch Sascha Fischer, Trainer des Frohnhauser Ligarivalen SC Frintrop. Hinter Vorjahressieger TuS 84/10 Bergeborbeck qualifizierte sich seine Mannschaft in einer starken Fünfergruppe als Zweiter für die Zwischenrunde. Zufrieden war Fischer damit aber nicht: „Wir haben nur im ersten Spiel gegen Schonnebeck richtig überzeugt. Das war für mich die Messlatte.“

Bangen muss der SC Frintrop, der in Gruppe 8 am Sonntagnachmittag auf TuS Essen-West 81, DJK Blau-Weiß Mintard und Außenseiter NK Croatia trifft, um den Einsatz von [person=6588]Markus Lihs[/person]. Der Torgarant des Bezirksligisten sah im letzten Gruppenspiel wegen Meckerns glatt Rot. Fischer: „Wir haben noch keine Rückmeldung erhalten. Markus ist für uns nicht zu ersetzen. In dieser starken Gruppe brauchen wir ihn.“

Autor: Martin Herms

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