Es sieht ganz danach aus, als ob Schalkes Trainer Markus Weinzierl in Kürze einen Neuzugang aus dem eigenen Lazarett erhält.

Schalke

Pechvogel Uchida ist so weit wie nie

Thomas Tartemann
02. November 2016, 06:07 Uhr

Foto: firo

Es sieht ganz danach aus, als ob Schalkes Trainer Markus Weinzierl in Kürze einen Neuzugang aus dem eigenen Lazarett erhält.

Atsuto Uchida macht nach langer Leidenszeit und etlichen Rückschlägen mittlerweile riesige Fortschritte auf dem Trainingsplatz.

Das rechte Knie des quirligen Japaners hält den Belastungen stand. „De facto sieht es überragend aus. So weit wie jetzt war Uchida nach seiner Verletzung noch nie“, freut sich Axel Schuster, Schalkes Direktor Sport, der Uchidas Arzt-Termine und Reha-Maßnahmen in den vergangenen Wochen in enger Abstimmung begleitete.

Ein paar Tage muss sich der Außenverteidiger aber noch gedulden. In der Länderspiel-Pause, die nach dem Bundesliga-Heimspiel gegen Werder Bremen (Sonntag, 17.30 Uhr/Sky) ansteht, soll der nächste Schritt für den Pechvogel des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 erfolgen. Nach der letzten MRT-Untersuchung, die Anfang Oktober positive Ergebnisse brachte, nachdem zuvor Schreckensmeldungen über ein drohendes Karriereende die Runde machten, sprach Sport-Vorstand Christian Heidel von „vier bis sechs Wochen“ bis zur Eingliederung ins Mannschafts-Training. Atsuto Uchida liegt damit optimal im Zeitplan.
Letzter Einsatz lange her

„Wir sind relativ kurz davor zu sagen, dass Atsuto komplett eingeplant werden kann. Es muss dann auf nichts mehr Rücksicht genommen werden. Wenn, dann kann Uchida die Einheiten komplett mitmachen. Jetzt sind wir noch etwas vorsichtig und nehmen ihn bei manchen Übungen aus dem Training heraus“, erklärt Axel Schuster.

Der letzte Bundesliga-Einsatz des zweifachen WM-Teilnehmers Uchida liegt schon lange zurück. Am 7. März 2015 wurde „Uchi“ beim 3:1-Heimsieg über die TSG Hoffenheim nach 35 Minuten für den gelb-rot gefährdeten Marco Höger eingewechselt. Anschließend war der Defensivmann gegen Hertha BSC Berlin, Bayer Leverkusen, den FC Augsburg und SC Freiburg noch viermal im 18er-Aufgebot, durfte sich aber nur warmlaufen. Danach brachen die Patellasehnen-Probleme auf. Uchida verpasste vom April des Vorjahres bis heute 49 Bundesliga-Partien des FC Schalke 04. Am Sonntag gegen Bremen wird es für ihn ein trauriges, rundes Jubiläum.

Künftig will der Kämpfer wieder das tun, wofür er vor sechs Jahren von den Kashima Antlers geholt wurde: beschwerdefrei Fußball spielen. Das Schalker Winter-Trainingslager ab Anfang Januar könnte für Uchida zum nächsten wichtigen Schritt werden. Besonders unter Druck steht er dabei nicht. Das Arbeitspapier des 28-Jährigen läuft auf Schalke bis Juni 2018.

Autor: Thomas Tartemann

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