30.10.2016

VfL-Personalnot

Saglam steht vor dem Startelf-Debüt

Foto: firo

Nein, Thomas Eisfeld war auch am Freitag nicht auf dem Rasenplatz, und kurz nach dem Training gab Gertjan Verbeek der Vermutung Gewissheit:

Der Mittelfeldspieler wird ausfallen. Nicht nur im Heimspiel gegen Heidenheim am Sonntag (13.30 Uhr), sondern „sechs, sieben Wochen lang“, sagte der Trainer. Heißt: Das Fußballjahr 2016 ist für den 23-Jährigen, der zuletzt auf dem linken Flügel den ja ebenfalls verletzten Kevin Stöger (Kreuzbandriss) ordentlich vertrat, gelaufen. Eisfeld hat Knieprobleme, hieß es.

Und der Trainer verkündete gleich noch einen Rückschlag: Auch Tim Hoogland könne wahrscheinlich nicht spielen, ihn plagten „muskuläre Probleme“. Hoogland hatte zwar mittrainiert, aber nicht mit voller Kraft. Am Ende rückte er ins B-Team. Verbeek: „Ich kann nicht Spieler aufstellen, die nur 70, 80 Prozent fit sind. Wir müssen punkten.“ Die übliche 100-Prozent-Klausel in punkto Fitness gilt für die Bank ausnahmsweise nicht. Aufgrund der Personalnot könnten dort Spieler Platz nehmen, die „nur eine halbe Stunde spielen können“. Stürmer Nils Quaschner etwa.

Beginnen wird er nach überstandener Darm-OP noch nicht. In die Startelf wird Görkem Saglam (18) rücken: Der A-Jugendliche steht nach vier Kurzeinsätzen vor seinem Startelf-Debüt, und zwar auf der linken Angriffsseite. „Ich bin gespannt, wie er das machen wird“, sieht Verbeek „auch etwas Gutes“ in der Misere. Die nimmt beängstigende Züge an: Sollte Hoogland ausfallen, fehlen ja gleich sieben gestandene bzw. potenzielle Stamm-Spieler. Neben Stöger, Eisfeld und Hoogland auch noch Anthony Losilla, Patrick Fabian, Stefano Celozzi und Jan Gyamerah.

VfL-Ziel wird laut Verbeek in dieser Saison nicht der Aufstieg sein
Ein Lichtblick: Losilla, der womöglich gegen Fürth wieder spielen könnte, und auch Fabian, der noch Zeit benötigt nach dem Kreuzbandriss, wollen am Montag wieder mit der Mannschaft trainieren. Auch Celozzi kehrt bald zurück. Zu spät, was das Thema Aufstieg angeht, sagte der Coach: „Das Ziel wird diese Saison nicht der Aufstieg sein. Wir haben schon zu viel liegen gelassen.“ Hauptgrund dafür seien die ständigen Wechsel der Startformation aufgrund der Ausfälle.

Das geht gegen Heidenheim weiter: Als Rechtsverteidiger soll Dominik Wydra (für Hoogland) loslegen, auch für den jungen Östereicher wäre es das Startelf-Debüt in der 2. Liga. Pawel Dawidowicz bliebe neben ihm - sie dürften es mit Marc Schnatterer zu tun bekommen, einen der besten Offensivspieler der 2. Liga.

Doch trotz der Nakcenschläge zuletzt und schon 20 Gegentoren - Heidenheim hat erst 5 Treffer kassiert - stellte Verbeek wenig überraschend klar: „Die Philsosophie werde ich nicht ändern, das würde uns jetzt nicht weiterhelfen.“

Autor: Ralf Ritter

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