19.09.2016

SV Zweckel

Appelt-Elf feiert ersten Heimsieg

Foto: Tillmann

Noch Minuten nach Abpfiff schallten die Jubelschreie der Spieler und Fans des SV Zweckel durch die Dorstener Straße. Der erste Heimsieg.

Und was für einer: Ein fulminantes 3:0 gegen Preußen Münster, davon zwei Treffer kurz vor Abpfiff. Fast wie ein Omen wirkt es, dass diese Leistung am Sonntag erst an dem Ort gelang, an dem die Gladbecker wirklich zu Hause sind - und nicht im Stadion Gladbeck, wo der SVZ seine vergangenen zwei Heimpartien austrug. Diese Woche hatte der Verein bekanntgegeben, wieder zur alten Wirkungsstätte zurückzukehren. Eine kluge Entscheidung.

Dass allerdings die Gastgeber als Sieger vom Platz gehen würden,danach sah es für die rund 200 Zuschauer zunächst nicht aus.
Die Reserve der Ostwestfalen startete motiviert in das Spiel und drängten die Platzherren, die dieses Mal auf eine Dreierkette in der Abwehr setzten, früh tief in die eigene Hälfte - scheiterte allerdings meist am finalen Pass. „Wir haben richtig gut verteidigt“, lobte SVZ-Trainer Günter Appelt nach Abpfiff. Erst in der 34. Minute schaffte Daniel Mladenovic für die Gäste den ersten Torschuss - und traf. Schiedsrichter Timo Gansloweit unterbrach den Münsteraner Jubel prompt: SVZ-Keeper David Kulina war im eigenen Strafraum behindert worden. Stand zur Pause: 0:0.

Nach Wiederanpfiff wurde es vermehrt brenzlich für die Appelt-Elf: Kapitän Norman Seidel bewahrte seine Farben auf der Linie vor dem Rückstand (47.), Preußen-Kicker Nicolas Kriwet traf nur der Latte (57.).
In der 68. Minute dann die Wende: Nach einem Freistoß von links köpfte Kevin Klein das Spielgerät gen Tor, Lukas Kratzer verlängerte das Leder in die Maschen. 1:0 für Zweckel. Ein Tor, das die Partie noch einmal anheitzen sollte: Der eingewechselte SVZ-Mann Wale Afees Arogundade setzte einen Schuss ans Lattenkreuz (71.), Münster verpasste zwei Mal den Ausgleich. In der 86. Minute traf Wale erneut nur Aluminium - doch glücklicherweise sprang das Leder dieses Mal Mahmut Akbaba vor die Füße, der sich den Treffer zum 2:0 nicht nehmen ließ.

Der glücklose Wale schien fest entschlossen, selbst noch einmal Preußens Schlussmann Stephan Tantow zu überwinden. Immer wieder preschte der Linksaußen in Richtung des gegnerischen Gehäuses. Und bewies am Ende Uneigennützigkeit: In der Nachspielzeit stand der Nigerianer frei vor dem Tor, sah den besser postierten Klein und schob ab. 3:0. „Jeder von uns hat sich heute zu 100 Prozent engagiert, die Kampfbereitschaft war enorm. Wir haben verdient gewonnen“, so Appelt.

Autor: Jonah Lemm

Kommentieren

Mehr zum Thema

Mannschaften

Rubriken