Stefano Celozzi beendet im Wildpark schwarze Serie

15.08.2016

VfL

Stefano Celozzi beendet im Wildpark schwarze Serie

Foto: firo

Stefano Celozzis Autogrammkarte für die Spielzeit 2016/17 ist fototechnisch gut gelungen.

Doch die Rückseite weist für einen Fußballprofi, der neun Jahre seinen Beruf ausübt, ein großes Manko aus. Denn sowohl bei Erstliga-, Zweitliga- und Jugendländerspieltoren steht die Null. Und Celozzi bestätigte dies: „Es war wirklich mein erstes Profitor.“ Und was für eins! Ausgerechnet an alter Wirkungsstätte knallte der Bochumer den Ball aus 25 Metern unter die Querlatte (34.) und brachte seine Mannschaft so in Führung.

Celozzi: „Ich dachte, so ein Torjubel würde bei mir große Emotionen auslösen. Es tat zwar gut, aber ich dachte sowas fühlt sich schöner an. So toll war das gar nicht.“

Und brach seine bescheidene Art wieder einmal durch: „Sicherlich – es tut gut, ich freue mich. Aber es war auch viel Glück dabei.“ Seine Eltern und sein Bruder, die extra in den Wildpark gekommen waren, erlebten die Torpremiere auf der Tribüne und freute sich später, ihren „Helden“ noch auf einen Plausch am Mannschaftsbus zu treffen. Zuvor ging der Rechtsverteidiger recht sachlich mit der Leistung seiner Mannschaft um. „Wir hatten schon in der Vorbereitung Spielphasen, in denen wir 25 Minuten überragend gespielt haben. Das sah schon alles sehr vielversprechend aus. Aber um das über 90 Minuten hinzubekommen – dafür müssen wir noch viel arbeiten. Auch in Karlsruhe und zuvor gegen Berlin hatten wir Phasen im Spiel, in denen wir unkonzentriert waren und den Ball nicht mehr festmachen konnten. Hand auf´s Herz: So weit sind wir noch nicht. Erst, wenn uns das über eine gesamte Spielzeit gelingt, können wir die Ansprüche anmelden. Aber soweit ist es noch nicht.“

Und dann bewies der Außenverteidiger noch einmal seine Schlagfertigkeit. Auf die Frage, ob er nach seinem Traumtor in die Fußstapfen von Simon Terodde treten möchte, sagte er prompt: „Wieso? Ich hab doch schon ein Tor mehr.“

Für Celozzi, der erst im Februar seinen Vertrag bis 2020 verlängert hat, war das Spiel an alter Wirkungsstätte nichts besonderes mehr. „Ich kenne zwar noch den ein oder anderen, aber das ist schon zu lange her. Dass ich beim Tor nicht gejubelt habe, lag vielleicht daran, dass ich mit dem neu gewonnenen Gefühl noch nicht so richtig umgehen kann.

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