Neuer TV-Vertrag

Alle 419 Spiele der DEL live im Fernsehen

Michael Topp
10. August 2016, 09:32 Uhr

Foto: firo

Wenn die neue Saison in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) am 15. September beginnt, dann brechen neue (Fernseh-)Zeiten an:

Erstmals werden alle 419 DEL-Partien der Hauptrunde und die Spiele der Finalrunde live übertragen. Details des neuen Fernsehvertrages wurden gestern vorgestellt. Demnach zeigt die Plattform Telekom Eishockey die Spiele auf alle Fälle für die kommenden vier Spielzeiten. Für EntertainTV-Kunden der Telekom ist das gesamte Angebot kostenfrei, ebenso für Festnetz- und Mobilfunkkunden mit Laufzeitvertrag und Internetzugang für 24 Monate, danach kostet das Abo 4,95 Euro im Monat, Nicht-Kunden müssen pro Monat 9,95 Euro für ein Jahresabo bezahlen.

Aber auch frei empfangbare Spiele gibt: 40 Partien zeigt Sport1, das erste am 16. September mit der Partie Kölner Haie gegen Red Bull München. 3,5 Millionen Euro sichern sich die DEL-Klubs damit, eine ähnliche Größenordnung wie sie mit dem bisherigen Rechteinhaber ServusTV bestand.

Auch für die Iserlohn Roosters, DEL-Klub aus dem Sauerland, bedeutet dies einen weiteren Popularitätsschub. Bernd Schutzeigel, Prokurist der Roosters, bewertet die intensive Berichterstattung als sehr positiv. Ein wirtschaftlicher Effekt, etwa durch ein höheres Sponsorenaufkommen, sei aber noch nicht zu spüren. Ob sich im Zuschauerverhalten etwas verändert, vermag er auch nicht zu beurteilen, mit einem Rückgang der Besucherzahlen am Seilersee rechnet er jedoch nicht.

Schutzeigel rechnet mit guten Einschaltquoten
„Aber vielleicht sparen sich die Fans dann einige Auswärtsfahrten und zahlen stattdessen das Abo.“ Schutzeigel rechnet mit guten Einschaltquoten der IEC-Spiele.

Organisatorisch stellt die ständige TV-Präsenz den Klub vor keine großen Probleme. „Wir müssen etwas mehr Raum schaffen“, sagt Schutzeigel mit Hinweis auf zwei zusätzliche Kameraplätze (von insgesamt sechs) und einen ständigen Kommentatoren- und Statistikerplatz in der Halle am Seilersee. Dafür muss sich der Klub künftig nicht mehr um die Produktion der Spielzusammenfassungen kümmern, die werden vom neuen Medien-Partner übernommen.

Als Kommentatoren und Moderatoren fungieren die schon seit langer Zeit aktiven Rick Goldmann, Basti Schwele, Patrick Bernecker oder Günter-Peter Ploog. Auch die Experten wie Sven Felski, Andi Renz oder Patrick Ehelechner sind bekannt. Man wolle Eishockey hautnah erlebbar machen, kompetent, emotional und in höchster Qualität, erklärte Henning Steigenroth, Leiter Sportmarketing Telekom, zusammen mit DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke gestern.

Autor: Michael Topp

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