Ob das tatsächlich Methode hat? Wenn Dominik Wydra bei einem neuen Verein anheuert, steht scheinbar die ganze Stadt Kopf.

VfL Bochum

Wydra genießt "geile Mischung"

21. Juli 2016, 19:54 Uhr
Foto: firo

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Ob das tatsächlich Methode hat? Wenn Dominik Wydra bei einem neuen Verein anheuert, steht scheinbar die ganze Stadt Kopf.

In Paderborn und in Bochum gab es für die neue Heimat des 22-Jährigen kurz nach dessen Ankunft etwas zu feiern. RevierSport sprach mit dem österreichischen Neuzugang des VfL.

Dominik Wydra, die ersten dreieinhalb Wochen der Vorbereitung sind um. Wie fällt Ihre erste Zwischenbilanz aus?
Ich habe mich sehr gut eingelebt und finde meine neue Mannschaft sowohl vom Sportlichen als auch vom Menschlichen sehr gut. Deshalb freue ich mich schon jetzt riesig auf die neue Saison. Ich bin froh, dass ich meine Magen- und Darm-Probleme aus der letzten Woche überstanden habe und wieder fit bin. So kann ich in diesen Tagen wieder richtig angreifen.

Noch wohnen Sie im Hotel direkt neben dem Stadion. Aber das ist wohl nur noch eine Momentaufnahme, oder? Ja, ich habe schon seit längerer Zeit eine Wohnungszusage und kann am 1. August einziehen. Das passt ganz gut, denn bei der momentanen Trainingsbelastung mit zwei Einheiten am Tag ist es schon sehr bequem und komfortabel, wenn man zu Fuß zur Kabine gehen kann. Das ist derzeit einfach perfekt.

Am vergangenen Wochenende waren rund 800.000 Besucher bei „Bochum Total“. Haben Sie von der Großveranstaltung trotz des Testspiels in Trier etwas mitbekommen?
Ja, ich war mit meiner Freundin kurz in der Stadt. Das erinnerte mich an meine ersten Tage in Paderborn. Da war auch gleich am ersten Wochenende beim Liboriusfest die Hölle los. Offensichtlich scheint es zur Tradition zu werden, dass, wenn ich bei einem neuen Verein anfange, gleich ein großes Fest in der Stadt gegeben wird. Mal ernsthaft: „Bochum Total“ war schon ganz cool.

Spielerische Ansätze waren in den Testspielen schon zu erkennen. Aber die Ergebnisse stimmten zuletzt nicht. Gibt das Grund zur Sorge?
Nein, zumindest wir Spieler machen uns da keine Gedanken. Denn wir wissen ja genau, wo wir im Rahmen der Vorbereitung stehen. Wir haben sehr hart trainiert und das hat man dann auch in den Spielen gesehen, wann uns die Kraft gefehlt hat. Das soll keine Ausrede sein, aber Testspielergebnisse sind wirklich nicht wichtig. Wir zerbrechen uns jetzt nicht den Kopf, sondern konzentrieren uns weiter auf die Vorbereitung. Wir leben ja von unserem Pressing-Spiel, und da muss man zu hundert Prozent fit sein. Das ist aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht der Fall.

Von Wien über Paderborn nach Bochum – ist das ein Kulturschock für Sie?
Eigentlich ist mir egal, wo ich spiele. Mir geht es ausschließlich um die sportliche Seite. Darum, wie wir Fußball spielen und wie ich mich weiterentwickeln kann. Wenn das alles passt – umso besser.

Was beeindruckt Sie an Bochum?
Zum Sportlichen: Mir gefällt die fußballerische Mentalität. Wir wollen nach vorne spielen, dominieren und gewinnen. Das ist auch meine Philosophie. Auch wenn ich von Bochum noch nicht viel gesehen habe, bin ich von der Stadt jetzt schon sehr angetan. Mitten im Ruhrgebiet, alles ist grün. Das hätte ich mir so nicht vorgestellt. Außerdem: mit den vielen Möglichkeiten rund um Bochum...Ich denke, auf dem Platz und neben dem Platz habe ich in Bochum eine geile Mischung gefunden.

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