TuS Grevenbroich

RWE-Pokalduell mit NRW-Premiere

07. Juli 2016, 09:48 Uhr

Foto: Ketzer

Wenn Regionalligist Rot-Weiss Essen in der ersten Niederrheinpokalrunde beim Bezirksligisten TuS Grevenbroich gastiert, kommt es zu einer NRW-Premiere.

Schließlich ist der Platz im Schloss-Stadion der erste in Nordrhein-Westfalen, der mit Hybridrasen ausgestattet ist und auf dem Pflichtspiele absolviert werden. "Wir haben uns das im Mönchengladbacher Nordpark angesehen und da wurden auch die Unterschiede deutlich. Er ist deutlich fester, als es ein normaler Rasenplatz ist", erzählt Grevenbroichs Sportlicher Leiter Ralf Bedürftig. Wo die Favoriten in der ersten Pokalrunde normalerweise Angst haben müssen, auf Asche, Kunstrasen oder irgendeinem Acker zu spielen, findet die Mannschaft von Trainer Sven Demandt einen professionelleren Untergrund als zuhause vor.

Hybridrasen besteht zu etwa 10 bis 15 Prozent aus Kunstrasen, drumherum wird normaler Naturrasen gepflanzt. Klarer Vorteil: Ein solches Geläuf ist ganzjährig bespielbar. Bis zum Spiel gegen RWE soll der Platz fertig und dementsprechend feierlich eingeweiht werden. Bedürftig: "Es gibt verschiedene Gedankenspiele, wie ein Vorspiel von einer unserer Jugendmannschaften." Geplant war eigentlich ein Freundschaftsspiel gegen Fortuna Düsseldorf, nun gibt es ein wohl noch spezielleres Ereignis für die Premiere.

Vor neun Jahren traf der Bezirksligist schon einmal auf die Essener, damals unterlag der TuS mit 1:4. Inwieweit ein solches Ergebnis zu wiederholen ist, zweifelt Bedürftig allerdings an: "Der Unterschied im Vergleich zu damals ist nicht so groß gewesen wie jetzt. Wir wollen uns so teuer wie möglich verkaufen, aber an eine Chance weiterzukommen glaube ich im Moment noch nicht."

Nichtsdestotrotz war die Freude über das Los groß: "Das ist ein Hammer für uns, wird aber auch eine organisatorische Herausforderung. Wir haben bereits viele Reaktionen über Facebook erhalten, dass sich viele aus der Stadt auf diese Partie freuen. Es ist auch etwas anderes, als immer nur gegen die gleichen Gegner zu spielen."

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